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Mein Austauschjahr in den USA 2010/2011

Ich bin für 10 Monate in den USA und mit dieser Homepage will ich euch auf dem Laufendem halten, was bei mir, hier in Florida, so passiert.

Bilder von Washington DC und Florida sind auch schon hochgeladen =)

 

 

 

Ein paar Videos findet ihr hier: www.youtube.com/user/USAbrina11

 

 

 

San Diego! - The best days ever!

02.-06. März

Im Januar bekam ich mal wieder eine Email von meiner amerikanischen Organisation, in der mir Mitgeteilt wurde, dass wieder ein Wettbewerb stattfinden sollte. Um daran teilzunehmen musste man 2 Seiten über das bereits erlebte in den USA schreiben, natürlich mit Bildern. Man sollte sich darüber Gedanken machen, welche die größten und einflussreichsten Erlebnisse waren. Nachdem ich damit fertig war, hat mein Gastdad noch Korrektur gelesen und dann musste ich die Artikel auch schon per Email wieder zurückschicken.

Zwei Wochen später musste ich nach der Schule auf meine Schwester warten, damit wir heimfahren konnten. In der Haupthalle unserer Schule, wo alle Mittagstische stehen, wartete ich dann zusammen mit einem Freund. Dabei loggte ich mich bei Facebook ein und sah, dass mir eine andere Austauschschülerin, die ihre Gastfamilie in Rhode Island hat, mir geschrieben hatte, dass ich auf der Gewinnerliste erscheine. Ich hatte mich natürlich erst einmal riesig gefreut (gut, dass nur noch etwa 5 Leute in der Halle waren), aber da ich mein Email Konto nicht in der Schule öffnen kann, war ich mir auch noch nicht 100% sicher. Ich wollte natürlich gleich nach Hause, musste aber noch etwa deine halbe Stunde warten.

Zu Hause angekommen schaute ich dann auch gleich nach.. und tatsächlich, ich hatte sogar zwei Emails von meiner Organisation bekommen, eine für alle Wettbewerber und eine nur für die Gewinner. Es war also sicher, dass ich für 4 Tage nach San Diego fliegen würde. Und dadurch war nochmal ein Traum wahr geworden, denn da ich ganz im Osten von den USA lebe, wollte ich auch noch einmal wenigstens die Westseite sehen und bei Kalifornien sagt ja dann auch keiner nein. In den nächsten Tagen wurde mir dann der Flug gebucht und nähere Informationen zu den Programmpunkten gegeben. In den vier Tagen sollte eine Konferenz unter dem Namen „Better Understanding for a Better World“ (BUBW – Besseres Verstehen für eine Bessere Welt) von der Organisation CECF. Daran nahmen nur Austauschschüler teil, die durch ein Stipendium in die USA gekommen sind. Das bedeutete wir hatten Schüler von 32 Ländern, darunter z.B. Indonesien, Philippinen, Ukraine, Russland, Kirgistan, Tadschikistan, Israel, Ägypten, Marokko, Albanien, Kamerun, Senegal, Mosambik und Mali – um nur mal einige der Länder zu nennen.

Am Mittwoch, dem 02. Dezember wurde ich dann von meiner Gastmom zum Flughafen gefahren. Nachdem sie mich bis zur Sicherheitskontrolle begleitet hatte, ging die Reise für mich alleine los. An meinem Gate wartete ich, bis wir in das Flugzeug gehen sollte. Zu erst musste ich drei Stunden nach Dallas in Texas fliegen. Dann hatte ich ungefähr 2-3 Stunden Zeit um mein Gate zu wechseln und Mittag zu essen. Die Zeit hatte ich dann auch wirklich gebraucht, da der Flughafen riesig ist. Dort hatte ich schon einige Schülerinnen in meinem Alter gesehen, als wir dann auf dem Flughafen in San Diego angekommen waren und wir in den selben Hotelbus gestiegen sind, stellte sich also heraus, dass wir zu der selben Konferenz fahren sollten. Dann fuhren wir noch zu einem anderen Terminal, wo noch ein Junge einstieg, wobei sich herausstellte, dass dieser auch aus Deutschland kommt, hier in den USA aber in Kanada lebt! Unterwegs holten wir noch eine ganze Gruppe am Balboa Park ab.

Im Hotel angekommen, checkten wir ein. Jeder sollte mit 3 anderen Leuten von anderen Ländern in einem Zimmer schlafen. Ich war die erste in meinem Zimmer und bin deshalb zu den anderen Mädels gegangen, die ich in dem Shuttle Bus schon kennengelernt hatte. Diese waren alle aus der Ukraine. In der Lobby versammelten wir uns dann alle. In einem abgegrenzten Zimmer war das Abendessen für unsere Gruppe vorbereitet. Wir setzten uns an die großen runden Tische. Unsere Gruppe bestand aus ungefähr 70 Schülern, aber noch nicht alle waren im Hotel angekommen. Wir an unserem Tisch spielten erst einmal Kennlerner-Spiele. Den Spitznamen „Spaghetti“ hab ich jetzt immer noch :D

Beim Abendessen wurden dann die ersten Gespräch geführt und man lernte sich näher kennen. Im Laufe des Abends kamen dann immer mehr Leute an und der Raum wurde voll. Jeder sollte dann nach vorn kommen; seinen Namen, das Land aus dem er kommt und etwas besonderes über sich erzählen. Da viele erzählten, dass sie zum ersten Mal Schnee gesehen haben und alle unterschiedlichen Wintersportarten machen konnte. Kam ich dann an die Reihe und berichtete fröhlich, dass es das erste Jahr für mich war, mit überhaupt gar keinem Schnee!

Jeder bekam außerdem ein BUBW- T-shirt, was wir am darauffolgendem Tag anziehen sollten.

Nachdem sich jeder vorgestellt hatte, wurden wir dann von unserem Betreuer für die Zeit aufgerufen und ich lernte die Mädels, die mit mir in einem Zimmer schlafen sollten, kennen. Sie kamen aus Marokko, Ukraine und Indonesien. Ich wusste schon zuvor, dass wir miteinander klar kommen werden =) Wir sind dann auch schon gleich ins Bett gefallen, denn wir waren alle sehr müde von dem Flug oder den langen Autofahrten.

Am nächsten morgen, mussten wir wieder zeitig aufstehen. Nach einem großen Frühstück ging es für uns in das nahegelegene Town & Country Resort. Im 9. Stock des Hotels befand sich ein Konferenzraum, in dem wir bis zum Nachmittag waren. Zu erst stellten sich noch einmal die Leiter vor und zeigten uns unterschiedliche Videos. Die Konferenz handelte sich um Führerschaft und was für Hindernisse wir haben umd ie Welt zu verbessern und wie wir diese lösen können. Der letzten Programmpunkte waren dann, was wir von der Konferenz mitnehmen werden. Die Schülervorträge über die Herkunftsländer wurden auf den Abend, wegen nicht ausreichender Zeit, verschoben. Von hier ging es dann zum Naturwissenschaftsmuseum im Balboa Park. Man konnte bei der Autofahrt schon die vielen Hochhäuser sehen und außerdem die Berge, was ich hier ganz besonders mag, denn in Florida ist alles flach. Wir hatten eine Weile Zeit um alle Experimente in dem Museum auszuprobieren. Dann ging es für uns in das IMAX-Kino. Wo wir uns den Film „Hubble“ angeschaut haben. Nach dem Film wurden dann erstmal wieder Gruppenfotos geschossen und wir hatten eine halbe Stunde im Balboa Park. Das Wetter war einfach perfekt. In dem Park befanden sich ältere Gebäude, diese wurden auf Grund des Panamakanals erbaut. Die Zeit war viel zu kurz und so ging es für uns dann auch wieder zurück zum Konferenzraum. Dort sollten die restlichen Präsentationen über das Erarbeitete am Vormittag stattfinden. Danach kamen die Schülerpräsentationen an die Reihe. Einige waren schon aufgeregt, ihr Heimatland vor allen anderen vorzustellen und wir waren gespannt neues über andere Länder zu lernen.

Das erste Land, was vorgestellt wurde war Pakistan, danach Mosambik, dort wurde uns auch ein traditioneller Tanz gezeigt (siehe Youtube). Es folgten Marokko, die Philippinen und Albanien. Das letzte Land war dann Russland, wo auch die meisten Schüler herkamen. Es waren richtig gute Präsentationen mit vielen Bildern und typischer Musik. Am Abend hatten wir dann Kebab, da Luca aus Georgien Geburtstag hatte. Wir hatten das Essen am Pool, so konnte man herum gehen und Gespräche mit Leuten führen, mit denen man noch nicht bis jetzt sprechen konnte.

Auf den Freitag freuten wir uns schon ganz besonders, es sollte eine Kirche, ein Synagoge, und eine Moschee besucht werden. Der Abend sollte dann mit einem Dinner auf einem Kreuzfahrtschuft abgerundet werden. So ging es für uns also wieder zeitig raus und in den Bus, damit wir zur St. Paul's Kathedrale in San Diego fahren konnten. Nach ungefähr 15 Minuten Fahrt waren wir auch schon da. Dort wurden wir von dem Priester und dem Orgelspieler begrüßt. Uns wurde die Kathedrale vorgestellt und Lieder gespielt, denn dies ist ein wichtiger Teil für Katholiken. Danach natürlich wieder Bilder gemacht und einige versuchten sich selbst einmal an der Orgel.

Von da ging es weiter zur Synagoge, wo es außerdem traditionelle Erfrischungen und Snacks gab. Auch dort wurde uns wieder das Gebäude gezeigt und alles erklärt. Als letztes ging es dann in Richtung Moschee. Dort hatten erst mal alle, die wollten, an einem Gebet in der Moschee teilgenommen. Mit Kopftuch sind die meisten von uns auch mit hingegangen. Nach dem Mittagessen ging es für uns dann wieder zurück und wir hatten wieder ein Gespräch, wo wir Fragen stellen konnten. Auch schaute ich in das Buch in arabischer Schrift. In einem Nebenraum kamen wir dann wieder alle zusammen aus jedem der Gebäude kamen die Leiter, die mit uns schon gesprochen hatten und nun konnten wir Fragen an alle stellen und die unterschiedlichen oder gleichen Sichtweisen sehen. Danach ging es auf das lang erwartete Dinner auf dem Kreuzfahrtschiff. Man sah schon die beleuchteten Hochhäuser in San Diego, als wir mit dem Bus in Nähe des Hafen gefahren sind. Dann ging es auf das Kreuzfahrtschiff, auch andere Passagiere nahmen daran Teil. Unsere Gruppe hatte ihr eigenes Etage mit Tanzfläche und Musik. Nach dem 3-Gänge Menü gingen die meisten von uns auf das Deck, wo wir die beleuchteten Häuser am Uferrand sehen konnten. Die Fahrt dauerte etwa 3 Stunden, es war ein wunderschöner Abend. Müde und geschafft von dem Tag fielen wir ins Bett und realisierten, dass wir nur noch einen Tag zusammen haben werden.

Samstag, der letzte Tag der Konferenz, sollte auf jeden Fall Spaß machen. Deshalb ging es für uns alle nach Sea World, nur 10 Minuten von unserem Hotel entfernt. Wir sind sehr zeitig angekommen, bevor der Park überhaupt öffnete. Wir nutzten die Zeit für Fotos, dass wir später viele Erinnerungen haben an diese wirklich unbeschreiblich tolle Zeit. Im Park gab es dann viele Wasserachterbahnen und diese mussten natürlich alle gefahren werden. Da es aber an diesem Tag ungefähr 28°C war, machte das Wasser dann auch nichts aus. 10.30 Uhr trafen wir uns dann alle auf den Tribünen um die Killerwal-Show anzusehen. Da wir in den ersten Reihen saßen, wurden alle von oben bis unten komplett nass – ohne Ausnahme! Später aßen wir in einer Riesengruppe alle zusammen Mittag und fuhren auf einen Turm hoch mit Rundaussicht. Von dort konnte man das Center von San Diego sehen und außerdem den Strand und die vielen Segelboote. Danach sind wir noch in einer Gondel über das Wasser gefahren und wieder zurück, wir schauten uns außerdem unterschiedliche Tiere an. Später ging es dann wieder in Richtung Hotel, schnell wollte jeder duschen, denn wir alle hatten das Salz von dem Wasser bei der Show auf der Haut und es war nur eine Stunde Zeit um sich fertig zumachen für das Bankett am Abend. Dafür zogen alle, die traditionelle Kleidung aus ihrem Land mitgebracht hatten, diese an. Es war echt richtig toll diese unterschiedlichen Traditionen zu sehen. Wir liefen wieder zum Town & Country Club, denn dort sollte dieser Abend stattfinden. Als erstes sprachen einige Schüler über das Erlebte in der Konferenz und was wir davon mitnehmen würden, dann gab es wieder Präsentationen der unterschiedlichen Länder. Deutschland war dabei das erste Land. Zusammen mit 6 anderen Austauschschülern aus Deutschland sangen wir die Nationalhymne. Danach tanzte jemand aus Afghanistan und Clinton aus Kamerun traditionelle Tänze aus ihren Ländern. Aus Indonesien waren 4 Schüler, die zeigten uns Tänze und Spiele. Die Mädels aus der Ukraine sangen für uns. Alle Videos könnt ihr auf Youtube sehen =) Nach den Präsentationen hatten wir Dinner und dann wurden uns die Zertifikate gegeben, jeder wurde aufgerufen. Wieder wurden viele Photos gemacht, da man ja nicht jeden Tag mit so vielen Menschen aus so unterschiedlichen Ländern der Erde die Zeit verbringt.

Der Abend wurde dann im Pool des Hotels verbracht, so konnte man die Zeit miteinander nochmal richtig genießen. Als wir dann um 12 Uhr in unsere Zimmer mussten, war meinen Zimmergenossinnen und mir noch nicht so richtig nach schlafen zu mute. Zusammen verbrachten wir die Zeit mit Gesprächen. Letztendlich hatte ich nur 3 Stunden Schlaf, denn ich gehörte zu der Gruppe, die als erste das Hotel verlassen sollte, weil der Flug schon so zeitig gebucht wurde. Nach einem kurzen Frühstück ging es für uns alle dann an das verabschieden, da es so zeitig war, waren die meisten noch nicht wach. Alle, die trotzdem aufgestanden waren, wurden herzlich verabschiedet. Zusammen mit 10 anderen Leuten ging es für uns zum Flughafen. Dort landete ich dann schließlich nach ersten Komplikationen am richtigen Gate. Um mir die Zeit zu vertreiben schrieb ich mit einem anderen von der Konferenz im Internet.

Diese 4 Tage, gehörten wahrscheinlich zu den besten überhaupt. Ich werde die Zeit nie vergessen und zum Glück gibt es ja Facebook und Skype. Dort haben wir schon alle Kontakte geknüpft und schreiben, wie es bei uns so weitergeht. In 2 bis 3 Monaten verlassen wir alle schon die Vereinigten Staaten, trotzdem wolle wir alle in Kontakt bleiben und darüber berichten, was wir erreichen um die Welt zu verbessern!

 

 

 

Silberhochzeit von meinen Gasteltern

Samstag, 26. Februar

 

Schon als wir angekommen sind in den USA wurde mir von meinen Gasteltern gesagt, dass wir im Februar eine ganz große Party haben werden. Am 14. Februar 1986 heirateten meine Gasteltern und das bedeutete, dass wir 25 Jahre später also Silberhochzeit hatten. Diese fand dann am Samstag, den 26. Februar statt. Schon vorher wurden zahlreiche Einladungen in unterschiedliche Staaten gesendet. Denn meine Gasteltern nutzten es auch dazu, lange nicht gesehene Freunde und Verwandte wieder zu treffen. Dabei sind sie durch 13 mal Umziehen auf 240 Leute gekommen. Die Feier fand in einem Saal von einer Hochschule statt. Wir, als Kinder, sollten tanzen und waren deshalb schon im Januar shoppen, damit wir alle das selbe anziehen konnten. Nachdem wir mittags geprobt hatten, bin ich mit meiner Gastschwester zum Frisör gefahren und von dort aus dann nach Hause. Da einige Gäste geflogen kamen und bei uns übernachteten, war das Haus voll. Noch schnell umgezogen und dann ging es auch schon wieder zurück in den Saal, wo die Party stattfinden sollte. Meine Mom arbeitet in der Krankenstation in der Schule, und deshalb waren auch einige Lehrer mit dabei. Viele Leute kannte ich von der Kirche und einige von der Schule. Nachdem wir alle italienisch gegessen hatten, konnte es dann mit dem Programm losgehen. Der erste Programmpunkt sollte eine Überraschung für meinen Dad sein. Schon bei der Hochzeit von den beiden, hatte meine Mom gesungen (was nach Berichten angeblich schrecklich gewesen sein soll :D ). Auch bei der Silberhochzeit sollte es so sein. Meine drei Gastbrüder spielten auf der Gitarre, Kiersta drückte die Worte in Zeichensprache aus, denn das wird in unserer Schule angeboten. Und meine Mom sang zu einem Lied, das sie und Kyle passend umgeschrieben hatten. Mein Dad war sichtlich überrascht und es ist wirklich schwer etwas vor ihm zu verbergen. Danach waren alle Kinder der Familie an der Reihe. Unsere Darbietung begann mit dem Hochzeitsmarsch und danach tanzten wir zu einem Song der Black Eyed Peas. Es hatte sehr viel Spaß gemacht und die Gäste hatten was zu lachen. Danach setzten wir uns alle schwarze Sonnenbrillen auf, denn jetzt kam mein Dad an die Reihe. Als Hintergrund zu dem Song: zu meinem Dad wurde früher oft gesagt, dass er aus sieht wie „The Godfather“, was ein Film ist und in Deutschland unter dem Namen „Der Pate“ erschienen ist. Deshalb hatte er auch eine Sonnenbrille, einen Hut und einen Stock. Nachdem er sich auf den Stuhl setzte in der Mitte der Bühne, begann schon das nächste Lied, was meine Mom repräsentieren sollte. Es war ein Countrysong, denn sie kommt aus South Carolina. Mit Cowboystiefeln und Cowboyhut kam sie auf die Bühne. Das war das Zeichen für mich, dass ich nach hinten gehen musste, um mich umzuziehen. Der nächste Programmpunkt sollte die Erneuerung der Ringe sein. Nachdem meine Dad ein paar Worte gesprochen hatte, war auch meine Mom fertig umgezogen und konnte auf die Bühne gehen. Es fand noch ein Gebet mit dem Pastor statt und dann war ich an der Reihe. Begleitet von der Gitarre sang ich „Amazing Grace“ vor 240 Leuten. Nach anfangs großer Aufregung, verlief es alles super. Danach fand dann die Zeremonie statt und danach wurde die 5-stöckige Torte angeschnitten und zur Musik getanzt.

Es war ein sehr gelungener Abend :)

 

 

 

Valentinstag <3

Montag, 14. Februar

Auf diesen Tag hatten wir uns schon lange gefreut. Wir, das bedeute alle Mädels an meinem Mittagstisch. Schon vorher hatten wir Zettel angefertigt mit unserem Namen drauf und jeder musste einen ziehen und für die Person ein Geschenk besorgen. Außerdem sollte jeder etwas kleines zu Essen mitbringen. Am Freitag zuvor war ich mit meiner besten Freundin hier in den USA im Kino und danach sind wir dann noch für Valentinstag einkaufen gefahren. Für meine Freundin, von der ich den Zettel gezogen hatte, besorgte ich einen Kinogutschein und sie bekam außerdem noch deutsche Süßigkeiten. Für zwei andere Freundinnen hatte ich einen Kosmetikköfferchen, eine CD und einen riesengroßen Luftballon. Außerdem machte ich am Abend zuvor Muffins und für jeden in meiner Familie und alle meine Freunde eine Valentinstagkarte. Jeder freute sich darüber und ich musste zweimal vom Auto in die Schule laufen um alles hinein zubekommen. Vollbepackt bin ich dann aber auch wieder nach Hause bekommen. Zu meinen Valentinstaggeschenken gehörten zwei große Teddybären, ein Fotoalbum, ein Parfüm und natürlich ganz viel Süßigkeiten. Zusammen mit meiner Mom, und meinen zwei Gastschwester sind wir noch ins Kino gefahren und haben den Abend zusammen verbracht.

 

 

 

Key Club Wochenende

12. & 13. Februar

Ich habe zwar schon meine 100 soziale Stunden geleistet, aber ich dachte, ein paar mehr können ja nicht schaden. Am Samstag wurde ich also schon früh um 8 von meiner Französischlehrerin, die außerdem die Leiterin von meinem Club ist, wo ich immer die Stunden leiste, abgeholt. Nachdem wir noch vier Mexikaner, die in meiner Schule sind, abgeholt hatten, machten wir uns auf in Richtung Tampa. Dort fand ein Festival statt, bei dem wir eigentlich helfen sollten. Uns wurde aber zuvor nicht Bescheid gesagt, dass wir eine Erlaubnis von den Eltern brauchen, und da es jetzt nicht mehr möglich war diese auf die Schnelle zu bekommen, überlegten wir uns was wir stattdessen machen könnten. Erstmal frühstückten wir auf dem Festivalgelände. Danach fuhren wir zurück nach Plant City und beschlossen einen Volleyball, den wir nach einer kurzen Weile suchen gefunden hatten, zu kaufen. Der Zweck des Ganzen war, dass mit Volleyball beigebracht wird, denn wir alle machen bei Special Olympics mit. Wir fuhren also in einen Park, wo es ganz viele Fußball-, Basketball- und Volleyballfelder gab. Nachdem die Mannschaften festgelegt wurden, konnte es losgehen. Es wurde dann noch wärmer als erwartet und das Üben hat wirklich was gebracht. Ich habe mich in der kurzen Zeit echt verbessert, wahrscheinlich auch aus dem Grund, weil immer einer war, der mit mir geübt hatte. Nach einem wirklich tollen Nachmittag ging es für uns alle dann wieder nach Hause. Am Abend war ich dann noch mit meiner Gastschwester und einer Freundin Pizza essen.

Am Sonntag musste ich wieder früh um 6 Uhr aufstehen, denn es ging, wie jeden Sonntag, in die Kirche. Nach den zwei Gottesdiensten zog ich mich schnell um und fuhr in das Fitnesscenter, wo wir Training für Special Olympics hatten. In unserer Schule gibt es einen Gang nur für behinderte Schüler, dabei gibt es auch einen Club, der sich „Best Buddies“ nennt und wir kümmern uns um die behinderten Schüler, damit sie in der Gesellschaft eingegliedert werde und genauso viel Spaß haben. Ein Punkt dabei ist natürlich auch Sport, so gab es in den letzten Monaten schon Basketball. Jetzt beginnt die Volleyball, Boccia und Fußballsaison. Ein Volleyballteam besteht aus 6 Athletes und 6 Partnern, zu denen ich gehöre. Im Training bereiten wir uns schon mal auf die kommenden Wettkämpfe vor.

Vom Training ging es direkt in einen Saal der Hochschule in Plant City, wo Ende Februar auch die Silberhochzeit von meinen Gasteltern stattfinden sollte. Schnell umgezogen ging es für uns auch schon los. Das Event, bei dem wir aushelfen sollten, war für Väter und ihre Töchter. Der gesamte Saal war voll und die Leiter hatten ein festgelegtes Programm. Wir halfen mit beim servieren und hatten nebenbei auch noch Spaß beim Tanzen. Alle Töchter sahen aus wie kleine Prinzessinnen und genossen ihren großen Abend ganz allein mit ihrem Papa. Natürlich gab es auch einen Tanz nur für Vater und Tochter. Nachdem wir alle Gäste gegangen waren, räumten wir noch alles auf und ich konnte nach diesem langen Wochenende auch ins Bett fallen.

 

 

 

Solo & Ensemble

Donnerstag, 10. Februar

Im Dezember erzählte uns unsere Musiklehrerin, dass im Februar eine Art von Wettbewerb stattfinden sollte und dafür kann man entweder alleine oder in einer Gruppe antreten. So beschlossen 5 Schüler aus meiner Klasse und ich teilzunehmen. Im Januar bekamen wir also von unserer Lehrerin zwei Musikstücke, die wir einstudieren mussten. Immer in 2er Gruppen trafen wir uns um unseren Songpart einzustudieren. Wir hatten also ungefähr 5 Wochen Zeit um uns dafür vorzubereiten. In diesen Wochen trafen wir uns oft nach der Schule oder am Wochenende, damit es auch richtig gut werden sollte. In den letzten zwei Wochen kam dann noch die Klavierspielerin mit zu den Proben, denn diese sollte unsere zwei Stücke begleiten.

Am 10. Februar war dann der Tag gekommen und nach der Schule zogen wir uns alle um. Dabei war lila unsere Farbe. Noch schnell eingesungen und dann konnte es auch schon losgehen in Richtung „Newsome Highschool“, welche ungefähr 30 Minuten von unserer entfernt ist. Dort angekommen, sahen wir schon, dass einige Schulen sogar mit Bussen angereist kamen. Diese hatten meistens eher Musicalsongs zu denen auch Bewegungen mit dazu gehörten. Wir gingen in den Hauptsaal und hörten uns zwei Beiträge an. Danach mussten wir nur noch das Zimmer finden, wo wir performen sollten. Dort wurde gerade noch gesungen, deshalb warten wir also davor, bis wir herein gerufen wurden. In Reihenfolge stellten wir uns auf, dann wurde das Zeichen für die Pianistin gegeben. Unser ersten Lied war eher ruhig und zum Überlegen gedacht. Das zweite war dann schneller und sollte mit sehr viel Freude gesungen werden. Nach beiden Performances bekamen wir auch Applaus und die Jury, die aus einer Frau bestand, sprach mit uns darüber, was wir verbessern könnten und was uns schon sehr gut gelungen ist. Nach all der Nervosität war es dann vorüber und wir wollten jetzt nur noch das Ergebnis wissen. Dabei gibt es 5 unterschiedliche Bewertungen. Nach einer Weile warten, wurde uns das Ergebnis dann zugereicht und wir hatten tatsächlich das höchste, was man erreichen kann, bekommen. Das hatte ich echt nicht erwartet! Ein paar Freudensprünge und Jubelschreie später, beschlossen wir uns auf den Heimweg zu machen. Das Ergebnis wurde von uns allen natürlich gleich per SMS an alle Freunde, die darauf warteten, gesendet! :)

 

 

 

Buschgardens mit Donna!

Mittwoch, 09. Februar

Donna ist die Frau, die mich immer abholt mittwochs für die Probe und sonntags für das Singen im Kirchenchor. In der 20 Minuten Autofahrt wird da natürlich immer über das Neueste gesprochen. Donna war in der Universität und hatte am 08. Februar ihre letzte Prüfung. Das Ergebnis sollte sie aber erst am Donnerstag, also zwei Tage später zu erfahren bekommen. Deshalb verbrachte ich mit ihr den Mittwoch in Buschgardens, wo ich schon einmal in den Weihnachtsferien mit einer Freundin war. Sie holte mich ab, und da es ein Tag in der Woche war, waren auch nicht ganz so viele Leute in dem Freizeitpark. Wir schauten uns alle Tiere an, gingen auf Safari-Tour und fuhren mit der Lokomotive durch das Gelände. Außerdem bin ich wieder die großen Achterbahnen gefahren und wir schauten uns Musicalshows an. Wir konnten auch in einem abgesperrten Bereich Vögel füttern. Am Ende hatte ich sieben auf mir sitzen!

Das Wetter hatte super mitgespielt, es war nicht zu warm und nicht zu kalt. Nach einem langen Tag ging es für uns dann wieder zurück nach Plant City und von dort zur Probe von unserem Kirchenchor.

 

 

 

Zwei Überraschungsgeburtstagsfeiern!

29. & 30. Januar

Zum ersten Mal Ausschlafen nach einer langen Zeit. Aber danach fuhren wir  auch schon los in Richtung Tampa, denn in einem Monat ist die Silberhochzeit von meinen Gasteltern. Es wurden 400 Leute eingeladen, das bedeutet also: es wird eine riesengroße Feier. Wir als Kinder, sollen alle das gleiche anziehen. Deshalb wurde unterwegs noch die Planerin abgeholt und es ging zu Internationalen Shoppingmeile in der Nähe von Tampa. Nach einigen Geschäften fanden wir auch das Richtige. Wir Mädchen bekommen ein graues Oberteil mit Perlenverzierung und ein flatteriges Jäckchen dazu. In den Wochen zuvor hatte meine Mom schon für meine Gastbrüder rote Hemden mit passenden Krawatten gekauft. Nach einer erfolgreichen Shoppingtour in Tampa wurden dann im nahe gelegenen Geschäft noch passende Schuhe gefunden.
Es wurden noch schnell ein paar Geschenke gekauft und dann ging es auch schon direkt in Richtung geheime Mission: Geburtstagfeier.
Als Austauschschüler will man auch seinen Geburtstag einmal in dem anderen Land feiern um die Unterschiede zu erleben. Das hatte sich auch eine Gastmamma hier gedacht. Doch ihre Austauschschülern hätte Ende Juli ihren 18 Geburtstag. Da ist von uns aber keiner mehr in den USA. Deshalb wurde der 17 ½ Geburtstag gefeiert und Freundinnen eingeladen. Wir versteckten uns in einem hinteren Zimmer des Hauses mit Geschenken und einer großen Geburtstagstorte. Mit einem ausgedachten Trick kam das Geburtstagskind nichtsahnend in das Zimmer und wusste erstmal nicht so richtig, was sie sagen sollte, denn sie wusste ja nicht richtig was hier vorgeht. Nach kurzem erklären war sie natürlich sehr überrascht und glücklich. Es wurde die große Torte angeschnitten und die Geschenke aufgemacht. Außerdem spielten wir ein Spiel. Als es dunkel wurde bereitete ihr Gastpapa dann draußen alles vor. Es sollte ein Film draußen geschaut werden, der mit einem Projektor an die Wand gestrahlt wurde. Es wurde in der Nacht dann doch ganz schön kalt. Ich lag neben zwei Freundinnen und eine davon sollte später am Abend auch noch eine Überraschungsparty bekommen, das wusste ich auch schon. Meine Gastschwester und ich wurden nach dem Film abgeholt und unsere Gasteltern fuhren uns zu dem Haus, wo die andere Überraschungsparty stattfinden sollte. Diese wurde von der besten Freundin des Geburtstagskindes geplant, da diese dachte, sie bekommt nichts besonderes zum Geburtstag. Es waren schon viele Leute versammelt und ich traf auch meine Freunde wieder, die auf eine andere Schule gehen und ich durch das Musical kennengelernt hatte. Da habe ich auch gleich schon eine Einladung für einen Geburtstag im März bekommen =)
Nach einer viertel Stunde kam dann auch das nichtsahnende Geburtstagskind. Wir versteckten und hinter Sesseln und Stühlen, kein Licht brannte. Es war für sie eine Riesenüberraschung, die sie wahrscheinlich nicht so schnell vergessen wird. Draußen fand dann ein Lagerfeuer statt und es wurden Marshmallows geröstet. Gegen 11.30 Uhr wurden wir von meinem Dad abgeholt.
Am Sonntag musste ich wieder sehr zeitig aufstehen, schließlich bin ich ja ein Mitglied der Kirchenband und werde deshalb 6.30 Uhr abgeholt, damit ich um 7 Uhr in der Kirche bin. Es fand wieder eine kurze Probe statt, dann der erste Gottesdienst, zu denen meine Gasteltern kamen und der zweite Gottesdienst, bei dem wir, nachdem wir fertig waren mit singen, herausgegangen sind um nach Hause zu fahren.
Am Nachmittag bin ich dann noch zum Training von Special Olympics in Volleyball gegangen. Ich bin zwar absolut nicht gut in Volleyball, aber vielleicht kann ich es ja dadurch ein bisschen lernen, bevor ich es dann in der 11. Klasse haben werde. Die Teams bestehen immer aus 6 Schülern, die man Partner nennt, und 6 Athleten, die körperlich und geistlich behindert sind. Sie sollen so in die Gesellschaft mit eingegliedert werden. Es sind alles ganz liebe Menschen und es macht Spaß dabei zu sein.
Abends kamen dann noch mal die Eltern des brasilianischen Austauschschülers bei uns vorbei, denn diese sollten am nächsten Tag wieder zurückfliegen. Es gab für uns eines der bekanntesten Desserts: Strawberry Short Cake - ein Kuchen mit ganz vielen Erdbeeren, schließlich sind wir die Erdbeerenstadt der Welt im Winter!

 

 

 

Mid-Term Seminar in Atlanta!

27. & 28. Januar

Schon in den ersten zwei Tagen meines Austauschjahres, die ich in Washington DC verbracht hatte, wurde uns gesagt, dass wir im Januar ein Seminar haben werden mit Stipendiaten in den umliegenden Staaten, in dem man sich über Erlebtes austauschen sollte. Für mich ging es also gegen 5 Uhr am Donnerstag morgen in Richtung Flughafen Tampa. Meine örtliche Betreuerin hatte mich hingefahren und bis zum Terminal begleitet. Danach ging es für mich allein weiter. Im Flugzeug habe ich die Zeit genutzt um den Schlaf nachzuholen. Nach einer Stunde landete ich auch schon in Atlanta. Irgendwann hatte ich dann auf dem großen Flughafen in Atlanta den richtigen Mann gefunden, der mich abholen sollte. Dieser hatte ein Schild mit meinem Namen drauf. Er war der Mann von einer Betreuerin meiner Organisation in Atlanta. Wir gingen zusammen frühstücken, denn ein anderer Austauschschüler musste hier auch noch ankommen. Er kam von South Carolina geflogen und kommt ursprünglich aus den Philippinen. Als auch er angekommen war, ging es für uns in das Zentrum von Atlanta. Dort waren schon in einem Haus einer Betreuerin alle anderen Austauschschüler des Seminares versammelt. Ich traf auf bekannte Gesichter, aber auch viele neue Leute! Marian, die im langen Flug von Frankfurt am Main nach Washington DC im August neben mir saß, war mit Clara (auch aus Deutschland) von Alabama gekommen. Außerdem war Nicole da, deren Gastfamilie in der Nähe von Atlanta lebt. Ich lernte Austauschschüler kennen aus Kenia, Indonesien, Indien, Saudi-Arabien, Ukraine, Russland und Kirgistan. Ich hab bestimmt auch ein paar Länder vergessen. Nach kurzem Mittagessen ging es für uns in eine der 11 Staatskassen in den USA, diese war in 10min zu Fuß erreichbar. In dem Museum sahen wir uns herum, und bekamen einenn Beutel mit Geldschnipsel, aus nicht mehr zu verwendbaren Geldscheinen. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Kameras in nur einem Raum gesehen. Die Scheiben waren dazu bestimmt auch noch aus Panzerglas, denn dahinter wurden US-Dollarscheine hergestellt. Nach einem kurzen Film ging es für uns wieder nach draußen, wobei ich sagen musste, dass es da schon ein bisschen kälter war. In Florida bin ich ja mittlerweile die 20-25°C im Winter gewöhnt. In Atlanta hingegen waren es nur 5°-10°. Deshalb hatte mir eine Frau aus der Kirchenband auch einen Schal und Handschuhe mitgegeben.
Wir liefen durch Atlanta und waren überwältigt von den vielen Hochhäusern. Im Gegensatz zu Florida, wo wirklich alles flach ist, waren in Atlanta dann doch ganz schöne Höhenunterschiede. In den 2 Stunden Freizeit haben wir deutschen Mädels uns den Campus der Universität, dessen Mascottchen eine Biene ist, angeschaut. Nach einer Heißen Schokolade in Starbucks ging es dann auch schon auf den Weg in ein Kunstmuseum. Dort hatten wir zuerst Zeit um uns selbst die Bilder anzuschauen und danach nahmen wir noch an einer Führung teil. Jedoch war das alles nicht genug Zeit um alle Bilder zu sehen, denn das Museum war wirklich groß. Zum Abschluss des Abends ging es in eine Pizzeria. Nach einer Zeit kamen dann noch die letzten Austauschschüler mit ihren Betreuerinnen an. Die Gruppe kam mit dem Auto von Tennessee. Alle zusammen fuhren wir dann in das Hotel. Auf dem Weg gingen jedoch einige Gruppen auch verloren. Die Zimmer wurden aufgeteilt und ich teilte mein Zimmer mit zwei Richtig netten Mädels aus Kirgistan und Kenia. Für uns drei ging es nach dem langen, aber echt tollen Tag, sofort ins Bett.
Am morgen standen wir zusammen auf. Nach einem kurzen Frühstück wurden wir in die Autos aufgeteilt. Es ging durch ganz Atlanta zum Kapitol von Georgia. Dort erkundeten wir zuerst das Gebäude selbstständig, denn auch hier hatten sich einige Gruppen verfahren oder fanden keinen Parkplatz in der Innenstadt. Es wurden viele Bilder gemacht und wir hatten ein Gespräch mit zwei Mitgliedern des Senates. Zum Abschluss fuhren wir mit dem Fahrstuhl in das oberste Geschoss, denn dort gab es auch ein Museum. Gegen Mittag machten wir uns auf zu CNN. Dies ist eines der größten Nachrichtensender weltweit. Und in Atlanta werden die meisten Sendungen produziert. Man erkannte das Gebäude schon von weitem an den drei großen roten Buchstaben. Nach einigen Fotos und kurzem Mittagessen, fing die Führung auch schon an. Dabei mussten jedoch alle elektronischen Geräte ausgeschalten werden. Zu Beginn fuhren wir  die längste Rolltreppe, die nur am Anfang und Ende gestützt wird, hoch in eine Weltkugel. Nach kurzem Film liefen wir durch das gesamte Gebäude.  Wir sahen die Zentrale, wo 24 Stunden am Tag gearbeitet wird. Wobei die Reporter für verschiedene Länder aufgeteilt sind, auf die sie besonders achten müssen. Auch hat CNN 48 Büros weltweit - eines davon ist in Berlin. Wir sahen eine Show, die auf die man sich gerade vorbereite und eine, die gerade gedreht wurde. CNN in Spanisch hatte in einer Etage auch seinen Platz. Nach der Führung verabschiedeten sich dann schon die ersten Gruppen. Und gegen 3 Uhr mussten wir, die mit dem Flugzeug geflogen sind, auch Abschied nehmen. Es gibt ja aber zum Glück Facebook, wo wir uns alle ganz schnell gefunden haben.
Ich musste dann noch 4 Stunden auf dem Flughafen warten. Gegen 9 Uhr kam ich dann in Tampa, Florida, an und wurde von meiner Betreuerin abgeholt.

 

 

 

Bombenalarm & Tornado

Dienstag, 25. Januar

Bis zur Mittagspause war es ein ganz normaler Schultag. Wie jeden Tag hatte ich erst Musik, dann Mathe, Spanisch und Französisch. In der Mittagspause saß ich an dem gleichen Tisch, wie immer mit meinen Mädels. Auf einmal hörten wir ein ganz komisches Geräusch. Es war ein fiepen, was in den Ohren wehtat. Dann wurde alles ruhig. Wie jeden Tag hatten wir ungefähr 5 Aufpasser in der großen Halle, die dafür sorgten, dass keine Prügeleien oder Essensschlachten entstehen. An diesem Tag  stand eine von den Aufpassern auf einem Tisch. Da wusste ich schon, dass das nichts gutes bedeutet. Sie schrie durch die gesamte Halle (die wirklich groß ist), dass das Gebäude evakuiert werden muss. Da wusste allerdings noch keiner warum, alle Schüler und Lehrer das Gebäude verlassen mussten. Die Schülermassen strömten also alle durch die Ausgänge in das Gelände hinter der Schule. Es dauerte eine ganze Weile, bis alle auf den Tribünen an dem Football-Feld Platz gefunden hatten. Nach einer kurzen Zeit waren auch alle Lehrer auf dem Sportgelände versammelt. Wir fragten eine Lehrerin, warum das alles ist, doch auch sie konnte uns keine Antwort geben. Meine Freundinnen erzählten mir, dass letztes Jahr alle Schüler für 3 Stunden draußen saßen, da es ein Bombenalarm gegeben hatte. Und das war auch dieses Mal der Fall, wie sich später herausstellte. In der Zeit, wo wir uns draußen versammelt hatten, musste jeder Lehrer sein Zimmer durchsuchen und danach mit einem Kreuz kennzeichnen. Aufpasser und Polizei kontrollieren dann jeden Spind. Zum Glück wurde nichts gefunden, ich hatte da doch ein unwohles Gefühl bekommen, nicht richtig zu wissen, was denn los war. Die meisten Schüler freuten sich natürlich, dass eine Unterrichtsstunde dafür ausfällte. Auf den Tribünen wurden aber auch Gegenstände geworfen und so wie erzählt wurde, gab es auch eine Prügelei. Mich wundert es, dass keiner verletzt wurde.
Nachdem alle Schüler in die Klassen zurückgekehrt sind, verlief der Rest des Schultages normal. Nach der Schule blieb ich dann länger, um mit ein paar Schülern aus meiner Musikklasse für einen Wettbewerb zu proben. Diese Probe musste aber eher abgebrochen, werden, da unsere Lehrerin losfahren musste. Für unsere Region wurde ein Tornado angekündigt. Meine Mom holte mich ab und wir fuhren in den Supermarkt. Man sah schon, wie sich der Himmel verdunkelte. Danach begann es auch schon gleich zu regnen an. Im Supermarkt ging für eine kurze Zeit das Licht aus und danach wurde der Notstrom angestellt. Trotzdem konnte man aber nur noch mit Bargeld bezahlen.
Nach einer Weile haben wir dann den Supermarkt verlassen und mittlerweile regnete und blitzte nur noch. Wir hatten hier also noch richtig Glück gehabt, andere Regionen hatte es schlimmer getroffen.

 

 

 

Brasilien im Haus & erster Auftritt mit der Kirchenband

22. & 23. Januar

Wir fuhren mit meinem Gastbruder in einen riesengroßen Supermarkt, an dem wir am Anfang schon einmal waren, wo es wirklich alles gibt. Ich hatte eine Liste geschrieben, für Dinge, die ich brauchte für einen typisch deutschen Kartoffelsalat und Schnitzel. Auch meine Gasteltern hatten viel auf der Einkaufsliste, denn am Abend sollten die Eltern von einem brasilianischen Austauschschüler zum Essen kommen. Diese waren für ein paar Wochen von Brasilien in die USA gekommen, um  zu sehen, wie es ihr Sohn dort so hat, was er erlebt und wahrscheinlich auch um selbst ein bisschen Urlaub zu genießen.
Zu Hause angekommen bereiteten wir uns dann den gesamten Nachmittag auf die Gäste am Abend vor. Es wurde gebrutzelt und gekocht.
Da die Eltern nur Portugiesisch sprechen können, musste Rafael immer zwischen Englisch und Portugiesisch übersetzen. Es gab viel zu lachen und es war ein gelungener Abend. Ich hab auch einen „I love Rio“ Kugelschreiber direkt aus Brasilien bekommen =)
Am Sonntag musste ich dann schon sehr zeitig aufstehen, normalerweise würde ich um diese Uhrzeit noch im Bett schlafen, so wie alle anderen. Aber es sollte das erste Mal sein, dass ich in der Kirchenband mitsinge. Immer Mittwoch haben wir Probe. Mein Dad wusste davon noch nichts, da er die jede Woche von Montag bis Donnerstag in Chicago ist. Es sollte also eine Überraschung für ihn werden. In der Kirche finden zwei Gottesdienste statt, da trotz des neuen großen Gebäudes, nicht alle Leute in einem Gottesdienst Platz finden würden. Meine Gasteltern gehen meistens zu dem späteren Gottesdienst, der 10.30 Uhr anfängt. Ich war schon ganz gespannt, denn mein Dad hatte mich noch nicht gleich am Anfang gesehen, doch ich denke, dass er stolz auf mich ist, denn die Kirche bedeutet in der Familie sehr viel. Es macht mir Spaß hinzugehen und ich bin froh, dass ich das so auch zeigen kann.
Nach dem Gottesdienst fuhren wir dann nach Hause und es gab Kartoffelsalat und Schnitzel zum Mittag. Dafür, dass ich das alles zum ersten Mal komplett alleine gemacht hatte, war es gar nicht mal so schlecht, jedoch viel zu viel. Deshalb hatte ich den Kartoffelsalat dann mit in die Schule genommen und an Lehrer und Freunde gegeben, die sich riesig darüber gefreut hatten.

 

 

 

Ein Wochenende bei den Boles

14.-17. Januar

An diesem Wochenende sind meine Gasteltern mit meiner Schwester nach South Carolina geflogen zu den Eltern von meiner Gastmom. Schon zuvor wurde SooMin und mir gesagt, dass wir an diesem Wochenende bei einer anderen Familie verbringen werden. Somit sind wir Freitag nach der letzten Prüfung zu den Boles gefahren. Die Gastfamilie, die seit einer Woche eine Austauschschülerin aus Südkorea hat. Dieses Wochenende sollten sie also vier Mädchen im Haus haben - ihre eigene Tochter Hannah, Hwayoung und SooMin aus Südkorea und mich. Als wir bei ihnen ankamen schauten wir Filme, diese waren in koreanisch und Hannah und ich mussten deshalb die englischen Untertitel lesen. Nach dem Abendessen wurde dann noch ein Film über den 2. Weltkrieg angeschaut.

Am Samstag fand eine Parade zum Geburtstag von Martin Luther King Jr. statt. Der Feiertag dazu ist am Montag gewesen, wo wir nicht in die Schule mussten. Bei der Parade musste unsere Marschierband mitlaufen. In der Band spielen SooMin und Hannah. Somit sind wir mit ihnen mitgegangen. Dabei wurden wir von dem Lehrer angesprochen, der uns fragte, ob wir den Schulbanner halten wollen. Wir wussten, als wir ja sagten, aber nicht, dass wir eine Uniform anziehen müssen. Nachdem eine passende gefunden wurde bekamen wir auch schon den schweren Banner in die Hand. In der dunklen Uniform war es sehr warm, da die Sonne scheinte. Außerdem wussten wir ja zuvor nicht, dass wir diese tragen müssen und hatten deshalb lange Sachen darunter an, wo SooMin und Hannah kurze hatten.

Die Parade bestand aus den Marschierband der unterschiedlichen Schulen in Plant City und vielen Autos auf denen dunkelhäutige saßen und an die Kinder an den Straßenrändern Süßigkeiten verteilten. Nach einer halben Stunde laufen, war die Parade auch schon vorbei und wir wurden von Frau Boles abgeholt. Am Abend ging es dann noch zu einer Geburtstagsparty von dem Pastor einer Kirche in der Nähe.

Am Sonntag ging es dann in die Kirche, denn das ist ein wichtiger Bestandteil von vielen Familien hier in den USA und die Familien wollen natürlich auch, dass ihre Austauschschüler mit in die Kirche kommen. Diese Kirche war aber total anders als zu der, wo ich mit meiner Gastfamilie hingehe.

Es besuchten nur so etwa 30 Leute die Kirche und von denen waren die meisten eher älter. Die Lieder wurden von keinen Instrumenten begleitet. In der Kirche, wo wir normalerweise hingehen, haben wir stattdessen eine Band, die spielt; moderne Lieder, die gesungen werden; und eine große Kirche, in der jeder Platz besetzt ist.

Nach der Kirche ging es zu Walmart, wo ich Fotos ausdrucken lies und Material kaufte um ein Fotoalbum zu machen.

Am Abend ging es wieder in die Kirche und danach zum Bowling. Ich hatte wahrscheinlich eine echte Glücksträhne. Ich gewann beide Spiele und das obwohl ich ein Jahr nicht bowlen war! Einmal hatte ich 96 Punkte und das zweite Mal 166! Soviel hatte ich noch nie gehabt!

 

 

 

Prüfungswoche

09.-14. Januar

Prüfungswoche?.. Davon wurde uns schon zeitig erzählt! Am Ende eines Halbjahres findet in jedem Fach eine Prüfung statt. Diese dauert über 2 Stunden. Meistens hat man pro Tag zwei und kann dann gegen 12 Uhr schon nach Hause gehen. Am Dienstag hatte ich meine ersten Prüfungen, dazu gehörten Musik und amerikanische Geschichte. In Musik hatten mir schon einige gesagt, dass das bestimmt einfach werden wird. Denn hier muss keiner Musik machen, nur die, die wollen wählen das Fach. Somit ist ein Deutscher hier klar im Vorteil, denn wir haben jedes Jahr bis zur 10. Klasse eine oder zwei Stunden. Letztendlich war es auch so, wie mir schon gesagt wurde, ich beendete die Prüfung nach 20 Minuten und war somit eine der ersten, die fertig war. Bis alle fertig waren, beschäftigte ich mich mit amerikanischer Geschichte, denn das sollte nicht so einfach werden. In den letzten Minuten versuchte ich also das Gelernte noch einmal aufzufrischen. In der Prüfung benötigte ich dann eine Stunde. Zum Glück konnte ich mein Wörterbuch dazu nehmen, denn dort waren viele komplizierte Wörter, die ich vorher noch nie gehört hatte.

Am Mittwoch hatte ich dann nur eine Prüfung – Spanisch. Diese Prüfung besteht aus drei Teilen – zwei Texte schreiben; Fragen beantworten, die von der Lehrerin gestellt werden, und dann die normalen 100 Fragen, die man in jedem Fach hat. Da man das nicht alles in zwei Stunden schaffen kann. Wurden die ersten zwei Teile der Prüfung schon in der Woche zuvor durchgeführt. Ich hatte in beiden volle Punktzahl bekommen. Die hundert Fragen beantwortete ich schnell und letztendlich hatte ich nur 7 Fehler. Das machte einen Gesamtdurchschnitt von 95%, was in Deutschland eine eins wäre. An diesem Tag hatten wir nur eine Prüfung, deshalb ging ich mit einem Freund noch Mittag essen, denn wir haben die Schule ja schon gegen 10 Uhr verlassen.

Donnerstag hatte ich dann Französisch und Englisch. Die Prüfung in Französisch lief genauso ab, wie in Spanisch. Englisch sollte jedoch nicht so einfach werden. Immerhin ist es ja so wie der Deutschunterricht in Deutschland. Ich versuchte mich also bestmöglich vorzubereiten. Die Ergebnisse haben wir aber noch nicht bekommen.

Freitag fanden dann die letzten beiden Prüfungen statt, welche für mich Trigonometrie und Theater waren. Meine Mathematik Lehrerin veröffentlichte die Ergebnisse schon am Nachmittag auf der Schulinternetseite, wo jeder Schüler ein Passwort hat um seine Schulnoten zu sehen. Ich hatte 96% erreicht. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!

In Theater war es dann schon etwas schwieriger. Da wir nicht wirklich viel im Unterricht behandelt haben. Das ist auch der Grund warum ich im nächsten Semester statt Theater, Keyboard spielen gewählt habe.

 

 

 

Eine neue Austauschschülerin ist da!

Freitag, 07. Januar

Austauschschüler kommen entweder im Sommer oder im Winter in ihren Gastfamilien an. In Deutschland gehen die meisten Schüler von August bis zum Juni im nächsten Jahr in ein anderes Land. Dabei müssen die Schüler in den Bundesländern, wo man 12 Jahre bis zum Abitur hat, ein Jahr wiederholen und in den Bundesländern, wo es noch 13 Jahre bis zum Abitur sind, im Normalfall nicht. Einige gehen auch nur für ein halbes Jahr in das Ausland um das Schuljahr nicht wiederholen zu müssen.

Da meine Gastmom eine Betreuerin von vielen Austauschschülern hier ist, bekommen wir natürlich immer mit, wenn jemand neu ankommt. Die Familie Boles hatte sich schon sehr gefreut, dass sie nun eine zweite Tochter bekommen. Hwayoung ist aus Südkorea und wird voraussichtlich für ein Jahr hier bleiben. Somit hat sie hier auch die langen Sommerferien, in denen sie Strand und Sonne genießen kann. Im Winter 2012 wird sie ihre Gastfamilie dann verlassen.

Damit ihre neue Tochter schon mal ein paar Schüler aus der Schule kennen lernt, hatte die Familie Boles uns eingeladen, den Abend bei ihnen zu verbringen. So wurden wir nach der Schule von ihnen abgeholt. Mit Hwayoung waren wir sieben Mädchen. Die meisten davon sind in unserer Schulband. Im Laufe des Nachmittags schauten wir uns ein zwei DVDs an und spielten Spiele. Am Abend machte Herr Boles dann ein kleines Lagerfeuer und wir grillten Marshmallows über dem Feuer. Ich denke, es war ein echt schöner Abend. Hwayoung konnte uns schon einmal kennenlernen und wird es dadurch bestimmt an den ersten Schultagen leichter haben.

 

 

 

Happy New Year!

31. Dezember 2010 & 01. Januar 2011

Schon einen Monat zuvor wurde ich von einer Freundin zu einer kleinen Silvesterparty eingeladen. Natürlich wurde zuvor geklärt, dass es wirklich kein Alkohol dabei geben darf. Obwohl man in den USA nach den Gesetzen erst mit 21 Jahren Alkohol trinken, gibt es trotzdem auf vielen Partys alkoholische Getränke. Im Gegensatz zu Deutschland kann es dann auch mal dazu kommen, dass die Polizei auftaucht und alle mitnimmt, da ist es egal, ob man etwas getrunken hat oder nicht.  Als Austauschschüler sollte man also darauf achten nicht zu einer Party zu gehen, wo es Alkohol gibt.

Somit hat die Mutti von meiner Freundin alle alkoholischen Getränke aus dem Haus geräumt, damit auch wirklich nichts passieren kann.

Ich kannte die meisten Leute schon von dem Musical, welches wir im November aufgeführt hatten. Einige waren also von einer anderen Schule. Zusammen waren wir 10 Leute. Den Abend verbrachten wir also mit Filmen gucken und Spiele spielen. Ich hatte einen Kuchen gebacken, der auch ganz schnell aufgegessen wurde.

Um 12 Uhr schauten wir uns im Fernsehen an, was in New York passierte. Dort waren die Menschen am Time Square versammelt und um 23.59 Uhr begann sich die beleuchtete Kugel (New Year's Eve Ball) nach unten zu bewegen. Von einem Gebäude am Time Square benötigt die Kugel 60 Sekunden bis sie unten angelangt. Das neue Jahr beginnt und dazu gehört in einer so großen Stadt natürlich auch ein großes Feuerwerk und 3 Tonnen Konfetti regnen auf die Feiernden herab.

Wir waren noch bis 4 Uhr wach und sind dann ins Bett gegangen.

Als wir dann gegen Mittag aufgewacht sind, hatte uns die Mutti von meiner Freundin schon ein typisch amerikanisches Frühstück zubereitet.

 

 

 

Fußballwettkämpfe von meiner Schwester in Miami

26.-30. Dezember

Am 26. Dezember ging es für mich nach Miami. Eigentlich wollten wir schon 12 Uhr mittags losfahren, das verschob sich aber und letztendlich verließen wir unser Haus gegen 16 Uhr am Nachmittag. Wir hatten ein Auto (oder besser gesagt einen Bus, denn das Auto ist einfach riesig, insgesamt haben 8 Leute Platz) von einer Arbeitskollegin von meiner Mom bekommen, da wir nicht alle in das kleinere Auto von meinen Gasteltern Platz gehabt hätten und das andere war ja wegen des Unfalls nicht mehr da. Gegen 20 Uhr kamen wir am Hotel in Fort Lauderdale, nur 15km nördlich von Miami, an. Wir packten noch schnell unsere Sachen aus und fielen dann - müde von der Autofahrt - in das viel zu weiche Bett!
Warum wir überhaupt hier waren? Meine Schwester ist im Tor einer Fußballmannschaft von Tampa. Es fanden hier Wettkämpfe statt mit Teams von den unterschiedlichen Staaten. Nach und vor den Spielen hatten wir Zeit um die Gegend zu erkunden. Daraus wurde am ersten Tag für mich aber nicht so viel. Nach dem wir frühstückten, ging meine Mom mit mir zum Doktor, denn meine Erkältung war immer noch nicht besser geworden. Das dauerte insgesamt 2 Stunden, es wurden auch einige Tests gemacht und natürlich auch ein Foto (schließlich war das mein erster Arztbesuch hier in den Staaten :D ). Von dort ging es zu den Fußballfeldern. Insgesamt waren acht Felder, auf denen den ganzen Tag gespielt wurde. Der erste Gegner kam aus Indiana. Wir besiegten die Mannschaft 2-0. Nach dem Spiel ging es mir und meiner Schwester nicht so gut, deshalb konnten wir auf unser Zimmer gehen und bekamen sogar Essen aufs Zimmer!
Am nächsten Tag ging es in das Zentrum von Fort Lauderdale. Dort wollte meine Gastfamilie noch nachträgliche Weihnachtsgeschenke besorgen. Meine Schwester bekam einen neuen iPod und den alten hatte ich ihr abgekauft. Meine Mom bekam ein iPad. Glücklich und zufrieden fuhren wir dann an den Strand, denn das war mein Wunsch =)
So waren wir am 28. Dezember am Strand von Fort Lauderdale. Dicht dahinter waren die Hochhäuser und Hotels. Einige waren sogar im Wasser. Da es aber die Atlantikseite von Florida ist, ist das Wasser auch kälter und im Winter nicht unbedingt zum Baden geeignet. Danach haben wir uns verfahren und kamen, nachdem wir auch am Rand von Miami waren, etwas später bei den Fußballfeldern an. Bei dem Spiel erreichte unsere Mannschaft ein Unentschieden.
Schon am Montag hatte meine Mom für Mittwoch Pediküren bestellt. Alle zusammen gingen fuhren wir mit dem Auto dahin und ich hatte meine erste Pediküre =D.
Danach ging es auf der Autobahn Richtung Norden, denn meine Gastfamilie wollte sich Universitäten anschauen. Einige der Fußballtrainer von den Universitäten sind auch bei dem Wettbewerb dabei und schauen sich die Spielerinnen an. Hier in den USA ist es wichtig, Stipendien zu bekommen, denn man muss sehr viel Geld bezahlen, um die Universität zu besuchen. Die erste Universität war “Palm Beach Atlantik”, das Gelände ist am Meer gelegen. Ich würde sagen, normalerweise macht man dort Urlaub, denn drum herum standen nur Hotels. Danach ging es zu “Florida Atlantik University”, hier war jedoch alles zu, da zur Zeit überall Ferien sind.
Am Donnerstag hatte meine Schwester ihr letztes Spiel, dieses gewannen sie mit 2-1. Danach traten wir den Heimweg an.
Nun sichte ich hier gerade und habe einen Alligator in freier Natur gesehen!
Mit meiner Mom schauen wir aus dem Autofenster und versuchen so viel wie möglich Alligatoren zu sehen. Wir haben schon zwei Stunden Fahrt hinter uns, zwei weitere liegen noch vor uns.

 

 

 

Mein Weihnachten in Florida, P.S.: mit Autounfall!

24. & 25. Dezember

24 mal hatte ich den Weihnachtskalender, den mir meine Mutti in Deutschland geschickt hatte geöffnet, das bedeutete Weihnachten ist heute! Aber im Gegensatz zu Deutschland, wo die Geschenke am Heiligabend geöffnet werden, wird das in den USA erst am 25. Dezember gemacht. In Deutschland hatten wir immer die Tradition, dass es erst in die Kirche ging, wo ich immer im Krippenspiel eine Rolle hatte. Danach gab es Kartoffelsalat mit Wiener und erst nach dem Abendessen wurden die Geschenke ausgepackt.
Hier steht man normalerweise am 25. Dezember zeitig früh auf und rennt zum Weihnachtsbaum, wo die Geschenke schon in den Wochen davor daruntergelegt wurden und auch die Socke über den Kamin (das ist wahrscheinlich der einzige Tag, wo man hier in Florida den Kamin nutzt :D) ist voll gefüllt. In meiner Gastfamilie führten sie vor 3 Jahren ein, dass man am Heiligabend bis 24 Uhr wach bleibt und danach die Geschenke öffnet (und es ist somit ja schon der 25. Dezember, wo es ja eigentlich gemacht wird).
Am Vormittag und Nachmittag machte ich Plätzchen und dekorierte diese. Auch kam das erhoffte Päckchen von meinen Eltern in Deutschland noch am richtigen Tag an. Darin war nämlich noch ein Geschenk für meine Schwester hier. Außerdem gab es natürlich kleine Geschenke und einen typisch deutschen Stollen. Ich telefonierte mit meiner Familie, als ich das Päckchen auspackte, somit hatte ich meine erste Bescherung also schon weg. Wegen der Zeitverschiebung war meine Familie schon aus der Kirche gekommen. Für uns hier in Florida sollte es um 18 Uhr in die Kirche gehen.
Wir fuhren in 2 Autos, da wir sechs Leute waren. Ich saß in dem Auto, dass meine Schwester fuhr, auf dem Rücksitz saß meine Schwester aus Südkorea. Da wir noch auf unsere Eltern warteten, bis diese auch fertig waren, war es schon etwas später geworden. Auf dem Weg zu Kirche nahmen uns zwei Autos die Vorfahrt, mit dem ersten hatten wir noch Glück, aber dem zweiten sind wir dann in die Seite gefahren. Das andere Auto drehte sich durch den Aufprall und landete im Straßengraben. Wir hatten alle einen Schock und wussten erst einmal nicht so richtig was zu tun. Wir standen mitten auf der Straße und blockierten die Kreuzung, doch die Tür vom Fahrer ließ sich nicht öffnen. Unser Auto hatte einen Totalschaden und bei dem anderen Truck war die Axt komplett durchgebrochen. Da war nicht nur ein Engel am Heiligabend, der uns beschützt hat, denn niemanden war verletzt!
Wir rufen unsere Eltern an und die Polizei war auch schnell da. Es wurden alle Personalien aufgenommen. Meine Schwester, die erst 16 war es der erste Unfall, seit sie selbstständig fahren kann und für meine Schwester aus Südkorea war es der erste Unfall, sie hatte Glück, dass sie sich noch rechtzeitig angeschnallt hatte, denn in Südkorea schnallt sich auf dem Rücksitz keiner an.
Nachdem das Auto abgeschleppt wurde und alles mit der Polizei geregelt wurde, ging es für uns nach Hause, denn die Kirche war mittlerweile auch vorbei. Zu Hause angekommen, machte ich noch die Lieblingsplätzchen von meiner Schwester. Die Zeit verging wie im Flug und alle kamen in unser Haus. Wir waren insgesamt elf Leute. Punkt um 24 Uhr versammelten wir uns um den Weihnachtsbaum, meine Gasteltern gingen zu erst zum Baum um uns die Geschenke herauszusuchen, die jeder bekommen sollte. Es ging also ans wilde Geschenke auspacken. Jeder stand einmal auf und verteilte seine Geschenke, die er für die anderen hatte. Danach wurden die Sachen natürlich anprobiert und schon hingestellt. Ins Bett ging es für mich erst gegen 3 Uhr.
Am nächsten morgen (dem ersten Weihnachtsfeiertag) wachte ich zeitig auf, ich half meinen Dad in der Küche, denn auch hier gibt es ein großes Weihnachtsessen. Die ganze Zeit über war ich schon erkältet, dann bekam ich aber noch Fieber hinzu und wurde deshalb ins Bett geschickt. Am Nachmittag sollten wir Besuch bekommen. Meine Gastfamilie hat keine Verwandten in der näheren Umgebung und so ist es auch bei der anderen Familie, deshalb feiern sie Weihnachten immer zusammen. Da ich mich nicht gut fühlte, hab ich davon auch nicht ganz so viel mitbekommen.

 

 

 

Letzte Weihnachtssvorbereitungen!

Hab ich für jeden ein Geschenk? Wird es ihnen gefallen? Wie wird der Weihnachtsabend für mich in den USA?
Durch das fleißige Päckchen-schicken von meinen Eltern in Deutschland, hatte ich schon im November ein paar Geschenke für meine Gastfamilie. Darunter war ein Schwibbogen jeweils für meinen Gastdad und für meine Gastschwester aus Südkorea, eine Pyramide für meine Gastmom, ein Stern für meine Gastschwester und Nussknacker für meine Gastbrüder. In einem Weihnachtsshoppen Anfang Dezember wurde dann noch für jeden etwas amerikanisches besorgt. Mit meinen Schwestern machte ich noch einen warme Decke für meine Mom. Alles war geschmückt und es konnte nun endlich Weihnachten werden.
Auch zwei Päckchen zu Weihnachten aus Deutschland hatte ich bekommen - von meiner Oma und Opa, und von meinem Onkel, Tante und Cousins. Mit angezündeten Räucherkerzen, Pulsnitzer Pfefferkuchen, gebrannten Mandeln und selbstgebackenen Keksen kam auch ein bisschen deutsche Weihnachtstradition in unser Haus in Florida.

 

 

 

Buschgardens

Mittwoch, 22. Dezember

kommt noch ;)

 

 

 

St. Augustine

17. - 19. Dezember

Schon lange war es geplant, im Dezember sollte es nach St. Augustine gehen - der ältesten Stadt in den Vereinigten Staaten. SooMin und ich packten unseren Rucksack schon am Donnerstag, denn es sollte Freitag gleich nach der Schule losgehen.
Unsere Betreuerin für das Austauschjahr Mary, holte uns mit ihrem Auto ab und wir fuhren eine Stunde zu ihrer Schwägerin. Diese sollte die 3 Tage mit uns verbringen. Auf dem Weg zu ihr fuhren wir an Orangenplantagen vorbei und daneben standen Häuser bunt beschmückt für Weihnachten. So etwas sieht man dann doch nicht alle Tage. Florida ist bekannt für Orangen, was man auch auf den Autoschildern sieht.
Auf der Fahrt nach St. Augustine ging es auch durch Orlando, wo wir die Hochhäuser und das größte McDonalds gesehen haben. Nach 2 Stunden kamen wir dann in St. Augustine an. Man hatte aber nichts von der Stadt gesehen, da unser Hotel außerhalb der Stadt und es schon ganz dunkel war.
Am Samstag sind wir dann zeitig aufgestanden und nach einem kurzen Frühstück in die Stadt gefahren. Morgens ist in der Stadt noch nicht viel los. Im Touristencenter bekamen wir erste Eindrücke. Von dort ging es zu den Eingangstoren. Man konnte auch schon die alte Burg auf dem Weg sehen. Wir liefen auf der St. George Street, wahrscheinlich die bekannteste Bummelstraße in der Stadt mit kleinen Lädchen und Cafés. An dieser Straße stand auch die älteste Holzschule. Wir besuchten auch ein Museum über die Griechen, die auch eine Zeit lang in der Stadt lebten. Hauptsächlich sieht man aber etwas über die Spanier, denn es gab dort auch einen Spanische Straße und ein Spanisches Quartier. Wir liefen durch das alte Gouvernment Haus und über den Hauptplatz. Des weiteren besichtigten wir eine katholische Kirche und das älteste Haus in der Stadt. Wir sahen auch die Häuser, wo das Militär untergebracht war und fotografierten uns mit alten Statuen. Nachdem wir in einer Galerie waren wärmten wir uns mit einer heißen Schokolade auf, denn es hatte zwar nicht geregnet, aber es war auch nicht der beste Tag in Florida.
Am Nachmittag sahen wir uns dann das College an. Dieses ist sehr bekannt, früher war dort ein Hotel mit wahnsinnig vielen Zimmern. Es ist sehr alt, wurde aber restauriert. In der Mitte findet man einen Springbrunnen vor. Es sieht eher aus wie ein Schloss als eine Universität. Da auch für die Studenten schon Ferien waren, waren auf dem ganzen Campus allerdings nicht so viele Leute. Von hier sollte es zu der alten Burg gehen. Dort sah man richtige Kanonen und stündlich wurden in Zeremonien zwei Kanonen in das Meer geschossen. Davon hab ich auch ein Video gemacht. Nachdem wir uns alle Räume angeschaut haben, wobei man auch in einen davon krabbeln musste, ging es wieder auf die St. George Straße um ein Eis zu essen. Mary hatte schon im vorhinein Tickets für eine Weihnachts-Sightseeing Tour auf einer kleinen Eisenbahn abgeholt. Wir bekamen Brillen mit denen die Weihnachtsbeleuchtungen noch größer waren und fuhren durch die ganze Stadt mit Weihnachtsmusik. Nach einem langen Tag ging es für uns dann wieder zurück ins Hotel.
Am Sonntag haben wir dann etwas länger geschlafen und es ging zum Mittag in eine Spanische Bäckerei. Wir sind mit dem Auto über die Brücke gefahren um auf die andere Seite zu kommen, denn dort ist ein Leuchtturm. Wir sind bis auf die Spitze des Leuchtturms die Treppen hochgelaufen und hatten dann von dort eine wundervolle Sicht über die Stadt und wir konnten von dort auch den Strand und das Meer sehen. Nachdem wir uns noch das Museum angeschaut haben fuhren wir an den Strand. Wir fuhren mit dem Auto ganz nah ran. Es war das erste Mal, dass wir am Strand waren und deshalb habe ich auch gleich erst einmal ein paar Muscheln gesammelt. Nach einigen Fotos sind wir wieder ins Auto gegangen und damit am Strand gefahren. Wir haben auch Pferde gesehen. Von da an haben wir dann den Heimweg angetreten. In Orlando sind wir noch zu einem riesigen Outlet Shoppingcenter gefahren. Es ist eines der größten, deshalb war es auch schwer einen Parkplatz zu finden und vor dem Shoppingcenter war Stau. Das ist ein richtiges Center für Touristen.
Spät Abends sind wir dann zu Hause angekommen und haben gleich von unseren Erlebnissen berichtet!

 

 

 

Letzer Schultag vor den Weihnachtsferien

Freitag, 17. Dezember

Am  20. Dezember, um 6.30 Uhr auszustehen und fertig zumachen für die Schule, bedeutete an diesem Freitag, dass ich das das letzte Mal in diesem Jahr machen werde. Der letzte Schultag in der Highschool für das Jahr 2010. Schon im vorhinein hatte ich kleine Geschenke für meine Freunde eingepackt und Weihnachtskarten selber gestaltet mit jeweils immer einem Bild. Voll bepackt bin ich also in die Schule gekommen. In meiner ersten Stunde, in Chorus, haben wir uns “Der Grinch”, eines der bekanntesten Weihnachtsvideos hier in den USA,  angeschaut. Einige Schüler haben Popcorn, Plätzchen oder andere Süßigkeiten mitgebracht. In meiner 2. Stunde durfte ich noch einen Test schreiben und in Französisch ein Examen ablegen. In den Stunden habe ich also schon einige Freunde mit den kleinen Geschenken überrascht. In der Mittagspause bin ich dann zu drei unterschiedlichen Stellen in der Schule gegangen, um auch wirklich alle aufzufinden, für die ich ein Geschenk hatte. Zuerst ging es für mich in die Klinik, wo auch meine Gastmom arbeitet, danach zu dem Tisch in der Schule, wo ich immer mit Freunden esse. Auch sie hatten für mich Weihnachtskarten und Geschenke. Ich glaub, wir alle haben gestrahlt, es war eine richtig schöne Zeit!
In den letzten Minuten von unserer Pause bin ich in ein Theaterzimmer gegangen, Dort waren meine Freunde ich glaub am meisten überrascht, da sie es nicht erwartet hätten. Alle wollten natürlich auch wissen, was es nun war, was sie bekommen hatten. Meine Eltern in Deutschland haben mit schon im November viele kleine Räuchermänner zugeschickt, die ich verpackt und verschenkt hatte. Ich erklärte also allen, wie die Räuchermänner funktionieren.
Es war ein richtig schöner Tag mit vielen glücklichen Gesichtern!

 

 

 

Weihnachtsbaum, Graduation und Weihnachtsparty

Samstag, 11. Dezember

Am Samstag sind wir schon zeitig aufgestanden, schließlich wollten wir den Weihnachtsbaum kaufen. Hier in meiner Familie wird das Haus erst geschmückt, wenn der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer steht. Letztes Jahr wurde dieser erst 5 Tage vor Heiligabend gekauft. Aber ohne Dekoration und bei 20°C ist es schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen. Letztendlich wurde ein Riesenbaum ausgesucht! Danach zogen wir uns alle schick an, denn mein Gastbruder Chris hatte an diesem Tag “Graduation”. Er hat jetzt die Universität beendet. Wir fuhren also in das Gelände von der Universität von Südflorida und dort ging es in ein Stadium. Als wir ankamen waren schon ganz viele Menschen dort und es war schwierig noch gute Plätze zu finden. Es hatten ungefähr 750 Studenten ihren Abschluss an diesem Tag. Alle waren in den typischen schwarzen Roben gekleidet. Nach kurzem Vorstellen der Direktoren und anhören der Nationalhymne, wurde jeder Student aufgerufen. Es war wirklich Wahnsinn, der Mann der diese Aufgabe hatte, machte das wie am Fließband. Aber das war wahrscheinlich auch wichtig, sonst hätte es viel länger gedauert. Immer, wenn ein Name genannt wurde, hörte man Zurufe aus dem Publikum von den jeweiligen Verwandten und Freunden. Auch wir jubelten Chris zu, als er auf der Bühne war.
Am Abend holten wir Rafael (er kommt aus Brasilien) ab und fuhren zu einer anderen Familie, denn dort fand eine Weihnachtsparty für alle Austauschschüler von meiner Gastmom statt.  Auch eine Lehrerin von einer umliegenden Schule war dort, denn sie will einen Bericht für die Zeitung schreiben. Zu den Austauschschülern gehörten SooMin, So Yeong, Eungun und Yeounju aus Südkorea, Yanghuizi und Wentian aus China, Pakman aus Thailand, Rafael aus Brasilien, Christoph und ich aus Deutschland. Jeder hatte ein Weihnachtsgeschenk mitgebracht und musste eine Nummer ziehen. Ich hatte die eins gezogen und musste als erstes ein Geschenk auswählen und auspacken. Die nachfolgenden konnten dann entweder mein Geschenk nehmen oder eines von den noch eingepackten. Ich hatte mein Geschenk beim ersten mal abgeben müssen und letztendlich hatte ich ein T-shirt und Shorts, somit also ein richtig gutes Geschenk. Als wir nach der Party zu Hause ankamen haben meine Gastmom und ich noch alle Dekorationen von dem Dachboden geholt.

 

 

 

Ice and Snow

Mittwoch, 08. Dezember

Am Mittwoch, den 8. Dezember, hatten wir wieder einen Schultag, wo alle Stunden verkürzt waren. Somit konnten wir 2 Stunden eher nach Hause gehen. An diesen Tagen versucht man das dann natürlich auszunutzen und etwas zu unternehmen. Es war schon lange geplant mit einer anderen Austauschschülerin aus Südkorea und ihrer Familie zu “Ice and Snow” zu gehen. Ihre Gasteltern gehen dort jedes Jahr hin, denn Eis und Schnee ist für die Menschen hier in Florida etwas besonderes. Einige Freunde von mir haben in ihrem ganzen Leben noch keinen Schnee gesehen. Es ging für uns also nach der Schule nach Orlando ins Gaylord Palms Hotel, denn dort finden die Shows immer statt. Wir haben uns ganz warm angezogen mit Handschuhe, Mütze und Schal, damit wir auch ja nicht frieren! Außerdem bekommt man noch einen dicken fetten Mantel (der auch verdammt schwer ist!). Dann ging es für uns in die Kälte - alles war bunt und aus Eis. Es waren die unterschiedlichsten Figuren und Bilder, aber immer passend zu Weihnachten. In der Mitte konnte man rodeln und am Ende kamen noch richtige Eisfiguren. Es wurden natürlich auch viele Fotos gemacht!

Nachdem man sich ein bisschen wieder aufgewärmt hatte und kleine Mitbringsel gekauft wurden, ging es in die zweite Halle mit dem Namen “Snow”. Dort konnte man rodeln und wir hatten natürlich auch eine Schneeschlacht.
Im Hotel haben wir uns dann noch mit einer heißen Schokolade aufgewärmt und danach ging es für uns wieder nach Hause, schließlich war Donnerstag wieder Schule angesagt.

 

 

 

Disney Candlelight Konzert

Samstag, 04. Dezember

Schwarze Hose, komplett schwarze Schuhe und weißes T-shirt.. Hab ich auch wirklich alles beachtet? Fehlt noch irgendwas? Die Songtexte können wir nicht mitbringen, aber habe ich sonst an alles gedacht? - Diese Fragen stellte ich mir den ganzen morgen!
Heute sollte es nach Orlando in einen der 4 Disney Parks gehen.
Meine Lehrerin in Musik hatte ein Video vom letzten Jahr zu Disney geschickt und wir wurden akzeptiert und durften in einem riesigen Chor in Epcot mitsingen. Die vielen Weihnachtslieder mussten auswendig gelernt werden. Gegen 13 Uhr sollte unser Bus den Parkplatz an unserer Schule verlassen, nachdem noch einige Eltern im letzten Moment Schülerausweise u.ä. vorbeigebracht haben, konnte es dann auch losgehen. Schon auf der Hinfahrt haben wir alle gesungen, denn wir hatten 2 Tage zuvor ja schon Erfolg bei unserem Weihnachtskonzert. Gegen 14.15 Uhr kamen wir dann in Disney an - wir waren die ersten! Nach einem kurzen Mittagessen, warteten wir dann auf den nächsten Programmpunkt. Danach hatten wir für 45 Minuten Probe und das ist nun wirklich nicht viel mit so vielen Liedern und so vielen Leuten. 

Der Direktor war sehr professionell und alles war genau geplant. Wir übten auch kurz mit den richtigen Sängern von Disney. Später bekamen wir die gelben Roben und mussten uns nach der Größe sortieren. Wir haben den Aufgang einmal geprobt und danach den Abgang, wo wir auch unsere Kerze bekommen haben (schließlich ist es ein “Candlelight” Konzert). Nachdem wir die ganze Zeit Backstage waren, ging es auf die Bühne. Zu dem ersten Lied liefen wir langsam auf die Bühne. Es waren sehr viele Leute da und man hatte uns schon vorher gesagt, dass wir immer lächeln müssen. Nach einer Stunde Weihnachtslieder mit Orchester, war das Konzert vorbei und für uns ging es wieder Backstage. Dort sahen wir schon die Schüler für die nächste Aufführung, die 19 Uhr stattfinden sollte, proben. Nun hatten wir selbst Zeit um den Freizeitpark zu erkunden. In kleinen Gruppen gingen wir los und stellten uns für die Achterbahnen an. Epcot ist ein Freizeitpark mit einem großen See in der Mitte, darum befinden sich von unterschiedlichen Ländern kleine Städte wo es typisches Essen und Traditionelles gibt. Zum Glück gab es auch Deutschland und so hatte ich nach 4 Monaten einmal wieder deutsches Essen, das bedeutete: Bratwurst mit Sauerkraut und einen Apfelstrudel (das ist es also, was die Amerikaner unter typisch deutsch verstehen). Aber auch alle die in den jeweiligen kleinen Städten arbeiten, kommen aus den jeweiligen Ländern. Alle meine Freunde versuchten sich an dem deutschen Essen und waren positiv überrascht. Später haben wir auch noch China und Mexiko erkundet. Zum Abschluss des Abends gab es noch ein großes Feuerwerk und danach ging es mit dem Bus wieder zurück nach Plant City.

 

 

 

Plätzchen backen

Freitag, 03. Dezember

Am Freitag ging es für mich nach der Schule mit Stefani, Autumn und So Yeong zu Stefani’s Haus. Dort hatte sie schon Plätzchenteig vorbereitet, denn schließlich müssen in der Weihnachtszeit Plätzchen gebacken werden!
Später kamen noch Jake, Kirsten, Kayla und meine Schwester Kiersta vorbei um uns dabei zu helfen. Jeder versuchte die besten Plätzchen zu machen. Nachdem alle gebacken wurden, saßen wir um einen runden Tisch und verzierten die Plätzchen mit einer Art Creme in ganz bunten Farben. Wir hatten einen lustigen Abend und kamen mit Weihnachtsmusik schon mal in die richtige Stimmung! Nachdem wir fertig waren brachten wir die schönsten Plätzchen noch zu der Oma von Stefani. Für die meisten von uns ging es danach zur Schule, denn Kiersta hatte ein Fußballspiel. Sie ist im Tor von unserer Schulmannschaft und da es ein Heimspiel war, ist es klar, dass wir sie anfeuern müssen =)
Das Spiel war dann doch nicht wirklich spannend. Es wurden viele Tore geschossen und die andere Mannschaft war unserer unterlegen. Bei den Fußballspielen muss immer mindestens eine Halbzeit gespielt werden, danach kann, wenn eine Mannschaft 8 Tore der andere voraus ist, das Spiel abgebrochen werden. Unsere Mannschaft schoss in der ersten Halbzeit 12 Tore und somit war das Spiel schnell zu Ende, das war auch gut so, denn es wurde langsam kalt =D

 

 

 

Weihnachtskonzert

Donnerstag, 02. Dezember

Schon seit Wochen probten wir mit meiner Musikklasse für das Weihnachtskonzert, dass am 02. Dezember 2010 stattgefunden in der ersten Prespeterian Kirche in Downtown Plant City. Am Mittwoch fand eine Probe in der Kirche statt, wo wir die Aufgänge und Abgänge probten und außerdem die Mikrofone abstimmten. Ein paar Lieder sollten wir mit Schülern aus der Mittelschule singen, wir lernten also auch diese kennen. Am Donnerstag trafen wir uns dann 17 Uhr, denn das Konzert sollte 18 Uhr beginnen. Wir alle trugen ein schwarzes Kleid und die Jungs waren im schwarzen Anzug. Die Kirche füllte sich sehr schnell und das Konzert konnte beginnen. Die Musik begann zu erklingen und wir liefen alle in einer Reihe von hinten in die Kirche und reihten uns dann ein. Das erste Lied war “Hark the Herald’s Angel sing”. Danach wurde “Come, ye sons of art” mit den Mittelschülern gesungen. Danach sang nur unser Chor ein Trio, bestehend aus “Winter Wonderland”, “Have yourself a merry little Christmas” und “It’s the most wonderful time”. Alle Schüler gingen von der Bühne und nun war ich an der Reihe, mein großer Auftritt. Nachdem mich unsere Lehrerin angekündigt hatte und ein bisschen über mein Austauschjahr erzählte, begann die Musik an zu erklingen. Meine Lehrerin hatte für mich “All I want for Christmas is you” von Mariah Carey herausgesucht. Als dann der schnellere Teil begann, fingen auch alle an zu klatschen. Es hat Spaß gemacht zu singen und nach dem Song standen alle Menschen in der Kirche auf und jubelten. Ich strahlte über beide Ohren, denn das hatte ich nicht erwartet. Danach war ich also wirklich froh, dass ich mich dafür entschieden hatte, ein Solo zu singen, auch wenn ich mich in Deutschland dazu wahrscheinlich nicht getraut hätte. Nach meinem Solo waren dann die Mittelschüler an der Reihe mit ihrem Medley und danach ging unser Chor wieder auf die Bühne. Wir sangen “Hallelujah” von Händel, was ein echt schwieriges Lied ist. Das letzte Lied sollte “Stille Nacht” sein. Dabei wurde erst eine deutsche Strophe und danach eine englische gesungen. Bei der deutschen Aussprache hatte ich natürlich mit geholfen. Wir alle hatten Kerzen in der Hand und waren in der Kirche an unterschiedlichen Plätzen. Es war ein weihnachtliches Gefühl!
Nach dem Konzert gab es im Keller der Kirche Snacks und Getränke. Viele Leute, die ich gar nicht kannte, kamen zu mir und lobten mich. Ein Mädchen sagte mir, dass sie fast begann zu weinen. Auch wegen dem Stipendium kam ein Mann zu mir. Er lebte für ein paar Jahre in Berlin und wollte nun, dass seine Enkelin sich für das Stipendium bewirbt. Es war ein schöner Abend und ich war glücklich, denn meine gesamte Gastfamilie kam in die Kirche zu unserem Konzert.

 

 

 

Black Friday

Freitag, 26. November

Nachdem wir erst um 1 eingeschlafen sind, wurden wir um 3 schon wieder von meiner Gastmom geweckt. Ihr fragt euch jetzt bestimmt warum so zeitig? Warum lies sie uns nicht schlafen?..
Black Friday ist jedes Jahr an dem Freitag nach Thanksgiving. Die Geschäfte öffnen teiilweise schon Mitternacht. Die Menschen strömen in die Geschäfte, denn es gibt überall Rabatte und Sonderangebote. Das ist wahrscheinlich der Tag, wo Amerikaner am meisten einkaufen.
Das war also der Grund, warum wir so zeitig aufgestanden sind! Da das Einkaufszentrum ein Stück von dem Haus entfernt war, sind wir dort gegen um 4.30 Uhr angekommen. Das erste Geschäft, in das wir gehen wollten, war jedoch noch zu. Was wir allerdings schon sehen konnten: eine endlos lange Schlange mit warteten Leuten, vergleichbar wenn Apple mal wieder ein neues Produkt herausbringt! Wir entschieden uns also um und fuhren zu einem anderen Geschäft. Dort war ich auch sehr erfolgreich =D
Meine Gastmom und Kiersta erzählten uns, dass es hier in South Carolina, viel angenehmer ist an Black Friday als in Florida. Dort drängeln die Menschen und sind unfreundlich, wenn sie nicht das bekommen, was sie wollen. Hier ingegen hat uns jeder geholfen, wenn wir was gesucht haben. Es ging weiter zum richtig großen Einkaufscenter. Dort sah man schon teilweise volle Parkplätze, meine Gastmom erzählte uns aber, dass man in Florida sogar außerhalb des Geländes parken muss!
Im Center waren schon viele Leute und lange Schlangen an den Kassen. Nachdem wir in den meisten Geschäften waren und man immer mehr die Müdigkeit spüren konnte, wurde noch gefrühstückt und dann ging es zurück ins Haus, wo wir dann bis 15 Uhr nochmal geschlafen haben.
Danach wurde alles vorbereitet, denn am Abend hatten wir eine Geburtstagsparty für meinen Gastopa. Diese sollte in einer Sporthalle, neben der Kirche, wo meine Gasteltern geheiratet haben, stattfinden. Mit meinen selbstgemachten deutschen Apfelkuchen hatte auch ich einen Teil dazu beigetragen. Mein Gastdad machte Salat und Spaghetti Bolognese. Es kamen sehr viele Leute und es wurden sehr viele Fotos gemacht =)

 

 

 

Thanksgiving

Donnerstag, 25. November

Kiersta, SooMin und ich schliefen die ganze Woche auf der Couch im Wohnzimmer, welches direkt mit der Küche verbunden ist. So wurden wir am Donnerstag morgen von den fleißigen Zubereitern des Thanksgiving Menüs (mein Gastdad und meine Gastoma) geweckt. Als ich in die Küche ging sah ich schon den Bananenpudding. Außerdem war da der große Truthan! Mein Gastdad zeigte mir, was er alles schon zubereitet hat in den frühen Morgenstunden und was noch zu machen war. Ich versuchte kräftig mit zu helfen. Irgendwann kamen dann meine drei Gastbrüder. Kyle, Chris und Cory wurden von meiner Gastmom am Flughafen abgeholt. Da Thanksgiving immer groß in der Familie gefeiert wird, alle drei aber bis Mittwoch in der Universität waren, sind sie mit dem Flugzeug geflogen. Sie bauten zusammen ein Zelt auf, denn im Haus ist nicht genug Platz für so viele Leute. Alle waren schon gespannt!
Bevor wir essen konnten, wurde gebeten (wie immer vor dem Essen) und außerdem musste jeder sagen, wofür er dankbar ist. Schon am Freitag in der Schule hatten wir einen anderen Stundenplan. Jede Stunde war kürzer, damit wir eine Stunde mehr haben konnten. In dieser sollten wir dann Sterne beschriften. Wir sollten ein paar Zeilen schreiben um uns bei Lehrern, Schülern oder Köchinen zu bedanken.
Nachdem also alle in der Familie sich bedankt hatten, ging es an das Essen. Dazu gehörte natürlich Truthan, sehr gesüßter Kartoffelbrei, rote Beete Soße, Brokkoli, italienische Käse-Nudel Auflauf, Bohnen, Fleischbrot und Biscuits. Teilweise ist es schwer zu beschreiben. Und zum Nachtisch dann Bananenpudding. Am späteren Abend gingen wir dann nach draußen, wo meine Gastbrüder ein Lagerfeuer vor ihrem Haus machten. Natürlich wurde ganz typisch amerikanisch Marshmallows geröstet =D
Das war also mein erstes Thanksgiving in Amerika!

 

 

 

South Carolina

Sonntag, 21. November bis 27. November

Am Sonntag wurden wir erstmal von meiner Gastschwester geweckt. Danach ging es zum Wallmart um noch die restlichen Sachen für unsere kleine Reise nach South Carolina zu besorgen. Es wurden alle Koffer und Verpflegungen für die Fahrt in das Auto gebracht und nochmal an die Tankstelle rangefahren. Nachdem mein Gastdad noch ein paar Dinge in seinem Büro erledigen musste, konnte es dann richtig losgehen. Die ersten drei Stunden habe ich dann ersteinmal geschlafen, da ich wegen dem Musical oftmals sehr spät heimgekommen bin und den nächsten Tag aber in die Schule musste. Wenn ich dann mal aufgewacht bin, sah ich entweder Polizisten am Rand oder eine amerikanische Flagge. Nach 2 Stunden Fahrt wurde ein kleiner Stopp gemacht, nachgetankt und Eis gegessen. Gegen 16 Uhr erreichten wir dann Georgia. Es wurden Fotos vor dem Eingangsschild gemacht und außerdem hatten wir ein Picknick. Etwa 18 Uhr waren wir dann in South Carolina und wieder wurde ein Foto zur Errinnerung gemacht. Es wurde schon dunkel, aber mit lauter Musik war  man dann noch hellwach! Die ganze Zeit über fuhr meine Gastschwester, die im Juni 16 geworden ist und einen Monat jünger ist. Wir fuhren immer dem Auto von meinen Gastelter hinterher. Als wir dann die Autobahn verlassen hatten, war es so dunkel, dass man nichts mehr gesehen hatte. Ab und  zu sah man Lichter aus den Häusern kommen oder schon einen beleuchteten Weihnachtsbaum. Wir fuhren durch viele Wälder und dort waren nicht so viel Häuser. Gegen 21 Uhr kamen wir dann an dem Haus von den Eltern meiner Gastmom an.
Wir begrüßten die beiden und natürlich auch die Hunde Blacky und Angel, die ein richtiger Teil der Familie sind. Das Haus ist sehr klein, ich schätze so 65m². Und es leben jetzt für eine Woche 7 Personen hier. Es wurde noch ferngesehen und später dann ins Bett gegangen.
Am nächsten morgen machte uns meine Gastoma Biscuits, ganz typisch Südstaatlich. Auch der Dialekt ist hier ganz anders als in Florida. Für uns ist es meistens schwerer zu verstehen weil Teile von Wörtern nicht mitgesprochen werden. Mein Gastopa hatte an diesem Tag Geburtstag. Gefeiert wurde aber erst am Freitag.
Wir sind dann später noch in die “Stadt” gefahren um Internet zu bekommen und Hausaufgaben zu machen. Man bekommt auch nur an bestimmten Stellen im Haus Empfang für’s Handy. Es ist also eher für uns Erholung hier.
Am nächsten morgen hatten wir gegen 11 Uhr wieder ein typisch südstaatliches Frühstück: Bacon, Rührei und Biscuits. Später sind wir alle ins Auto gestiegen und meine Gasteltern haben mir gezeigt, in welchen Häusern sie aufgewachsen sind. Zu erst ging es zu dem Haus von meiner Gastmom. Es ist so ähnlich, wie das Haus, wo wir gerade untergebracht sind. Die Gegend hier ist sehr hügelich, kein Vergleich zu Florida, wo alles flach ist! Zur Zeit ist hier Herbst und die Bäume sind alle bunt gefärbt. Die Häuser sind teilweise komplett im Wald, an Stellen wo man es nicht vermuten würde. Außerdem sind sie weit außeinander. Es ging weiter zu Downtown Unison (Unison ist die Stadt, wo die Eltern von meiner Gastmom wohnen). Schon auf dem Weg dahin sahen wir einzelne, aber dafür dann sehr geschmückte Häuser. Wenn ein Haus geschmückt war, dann richtig, mit riesigen Engeln, viele Reintiere und das gesamte Dach beleuchtet. In der Stadt kam dann schon langsam Weihnachtsgefühle auf.

Denn alle Läden waren sehr schön geschmückt. Wir sahen auch das Rathaus, was mit seiner Bauart sehr herausstach. Downtown Unison war aber ähnlich wie das Zentrum von Plant City. Es waren alte Häuser und alle aneinander. Von dort ging es zu dem Haus, wo mein Gastdad aufgewachsen ist. Unterwegs sagte er schon, wo das damals der Familie gehörende Land anfing. Man musste noch über Bahnschienen fahren und sah dann schon, ein sehr großes, villenartiges Haus. Da es unbewohnt ist, konnten wir die Einfahrt benutzen und Bilder machen. Die Familie von meinem Gastdad hatte damals alle möglichen Tiere und Bäume. Sie lebten von Indigo, was als Farbstoff für Kleidung verwendet wird. In dieser Zeit war Unison für die Textilherstellung bekannt. Es ging weiter zu den Häusern von damaligen Freunden und später dann zu einem Restaurant, wo meine Gastfamilie immer hingeht, wenn sie mal hier ist.
Nach einem Cheeseburger und einem Schokomilchshake wurden noch ein paar Freunde besucht und dann ging es wieder nach Hause. Abends saßen wir alle gemeinsam im woguckten wir noch alle gemeinsam als richtige Familie einen Film.
Auch am Mittwoch morgen gab es wieder ein verspätetes typisch amerikanisches Frühstück. Danach fuhren Kiersta, SooMin und ich in das nächstgelegene Shoppingcenter, wo wir schon einmal für Freitag (Black Friday) uns umgeschaut haben. Zum Glück haben wir mit dem Navigationsgerät auch den richtigen Weg gefunden =)
Zu Hause angekommen schauten wir zusammen Americas Next Topmodel und am Abend ging es noch zu Pizza Hut, denn die Schwester von meiner Gastmom hatte Geburtstag und danach ins Kino zum neuen Film von Christina Aguilera.

 

 

 

The Plant City Pig Jam

Samstag, 20. November

Heute war ich mal wieder vom Key Club aus freiwillige Arbeit leisten und außerdem konnte ich dabei sehen, was ein Pig Jam ist. Meine Gastschwester sollte mich zu diesem Event hinfahren. Das war aber anscheinend der falsche Platz, und als ich das mitbekommen hatte, war sie schon weggefahren. Also fragte ich die Leute und bin dann sogar auf dem kürzesten Weg  (10 Minuten zu Fuß) zum richtigen Platz gekommen. Dort waren schon Zelte aufgebaut und es standen viele Wohnwagen da. Durch Glck traf ich auf Alexca, die die gute Feh in dem Musical ist, und außerdem auch vom Key Club aus auf dem Event war. Mit ihr fragte ich die Leute, wo wir nun genau hinmussten. An einem Stand sollten wir Getränke verkaufen.
Was ist nun der Pig Jam? - Das ist das größte Barbecue Event in den Vereinigten Staaten. Die besten aus jedem Staat kommen nach Plant City und dort werden sie bewertet. Außerdem kann jeder kommen und lecker Barbecue essen.
Dafür haben die sogar extra Pig Jam Geld gedruckt. Meine Aufgabe war auf dieses Papiergeld aufzupassen =D
Dabei konnte ich mich mit den anderen auch unterhalten und so gingen die 4 Stunden sehr schnell rum. Nun habe ich schon 65 freiwillige Stunden geleistet, es fehlen also nur noch 35 bis zur Unterschrift von Obama!

 

 

 

Musical, Musical, Musical ...

Ehrlich gesagt hab ich in den letzten Wochen meine Zeit mehr in der Schule verbracht als irgendwo anders. Ich hatte teilweise Proben für das Musical “Der Zauberer von Oz” bis 21 Uhr an Schultagen. Man versuchte die Hausaufgaben dann meist nebenbei zu machen. Trotz den vielen Proben hingen wir mit dem Zeitplan hinterher. Erst 1,5 Wochen zuvor haben wir unsere Kostüme bekommen, das Flugsystem wurde 5 Tage und die Lichter 3 Tage vor der ersten Aufführung montiert. Trotzdem fand Herr Frost (mein Theaterlehrer und gleichzeitig der Direktor von dem Musical) Zeit, dass wir alle einmal über die Bühne fliegen konnten. Mit einer Unterschrift von meinen Gasteltern konnte es also am Sonntag losgehen. Es war zwar nur kurz, aber wurde in einem Video festgehalten. Es ist mir aber nicht gestattet, dieses hochzuladen, ihr werdet es also später zu sehen bekommen.
Wir konnten unsere Kostüme auch selber mitgestalten. Den Rock habe ich bekommen, den Litard darunter gestalten wir mit Perlenketten und Blumen.
An den Tagen zuvor begannen wir mit Proben in Kostümen, Haare passend gemacht und Make-up. Ich muss sagen, ich hatte noch nie in meinem Leben so viel Make-up auf meinem Gesicht. Aber nicht nur wir, sondern auch unsere Munchkins, bestehen aus Grundschülern und Kindergartenkindern, wurden von ihren Müttern kräftig geschminkt.
Da wir nur einen Raum hatten, wurde es manchmal ganz schön eng, aber es funktioniert ja alles irgendwie. Bei den Auftritten tauschten wir die Sachen untereinander aus und halfen uns gegenseitig. Wenn man bei so einer Show mitmacht, ist man jeden Nachmittag in der Schule um zu proben. Aber gleichzeitig kann man dadurch auch Zeit mit seinen Freunden verbringen und das ist ja schließlich besser, als vielleicht alleine zu Hause zu sitzen.
Teilweise hatten wir auch über sogenannte Fundraiser kostenlos Essen von Restaurants bekommen. Wir haben auch eine Gruppe nur für die Technik. Ich war noch nie in einer so großen Produktion mit dabei. Die Shows verliefen super und die Leute waren begeistert.
Ich bin schon gespannt auf das nächste Musical, wo ich hoffe, dass alle meine Freunde, darunter Caleb Perry (der meine Blog auf Englisch übersetzt hat und hier mit genannt werden wollte), wieder mit dabei sind =)

 

 

 

Mexikanischer Geburtstag

Samstag, 13. Oktober

Als ich mit einer Freundin an die Halloween verkleidet um die Häuser gegegangen sind, haben wir das mit ihrer gesamten Familie gemacht. Es war auch dabei ihre 4-Jahre alte Schwester. Die war anscheinend ganz von mir begeistert und meine Freundin erzählte mir, dass ihre Schwester bei ihnen zu Hause angekommen nicht aufhören konnte von mir zu reden und sie schüttete ihre gesamten Süßigkeiten aus, nur um das zu finden, was ich ihr gegeben hatte. Deshalb bekam ich nach einer Woche eine Einladung. Alles im Style von „Tinker Bell“ (eine Zeichentrickserie mit Feen).
Am Sonntag, den 14. November, holte mich also meine Freundin mit ihrer älteren Schwester ab. Sie hatten schon im Auto riesige Container mit mexikanischen Chips. Danach ging es zu Wallmart um den Geburtstagskuchen abzuholen. Ich muss mal wieder sagen, die Amerikaner machen die ausgefallensten Kuchen. Natürlich war dieser auch ganz im „Tinker Bell“ Style.
Im Haus angekommen hörte ich schon mexikanische Musik und dann kam mir das Geburtstagskind auch schon entgegen. Sie trug das Kleid von Tinker Bell. Nachdem ich die Familie begrüßt hatte, kamen auch schon die anderen Gäste und das Buffet eröffnet. Teilweise habe ich absolut keine Ahnung, was ich gegessen hab, aber wie ich mir hier immer sage: erst einmal probieren!
Außerdem gab es puren Mangosaft - das hatte ich zuvor auch noch nie =)
Da ich später noch zu dem Musical musste, machten wir meine Freundinnen die Haare und das Makeup. In unserer Schule wird dafür sogar speziell unterricht angeboten, wo man das alles lernen kann und da eine Freundin schon drei Jahre darin Unterricht hat, sah es auch richtig gut aus =)
Als ich dann eher gehen musste, um nicht zu spät zu kommen, fragten alle warum. Es war eine schöne Feier und ich hatte viel Spaß!

 

 

 

SPIFFS!

Freitag, 05. Oktober

SPIFFS steht für St. Petersburg International Fork Festival Society.
Schon Ende September hatte ich mich dafür einschreiben lassen, da meine Freundinnen mir das gesagt hatten. Um zu dem Event zu gehen, muss man hier in einer Spanisch oder Französischklasse sein. Ich bin sogar in beiden vertreten. Schon in den Wochen davor, waren wir alle sehr gespannt und freuten uns auf das Event.
Am Freitag trafen wir uns also 7.30Uhr in der Schule. Ungefähr 60 Schüler fuhren nach St. Petersburg, was etwa 1 Stunde entfernt von Plant City liegt. Die Stadt ist am Golf von Mexiko und das Festival fand auf einer großen Wiese an der Küste statt - eine Bohrinsel konnte ich zwar sehen.. Von Öl jedoch keine Spur!
Es gab zahlreiche Zelte und in jedem war eine andere Nation vertreten. Zu den ersten Ländern, zu denen wir gingen gehörten, Thailand und die Philippinen. Des weiteren besuchten wir Portugal, Brasilien und China. In den Zelten hatten sie traditionelles Essen und typische Gegenstände. Ich hatte also Essen aus Kolumbien, Peru, Türkei und Vietnam. Es war ein wirklich schöner Tag. Wir haben viel neues gelernt und neue Eindrücke von den Ländern bekommen. Gegen 13 Uhr haben wir den Heimweg angetreten und sind dann noch vor Unterrichtsschluss in der Schule angekommen.
An diesem Tag hatte ich kein Probe für das Musical, denn das Flugsystem wurde installiert. Somit hatte ich nach langem mal wieder einen freien Nachmittag den ich mit meiner Gastschwester SooMin verbrachte.
Am Abend sind wir dann mit meiner kompletten Gastfamilie in das Stammrestaurant gegangen. Danach ging es noch ins Kino und ich kann sagen: ich hab noch nie so einen vollen Kinosaal gesehen. Es waren wirklich alle Sitzplätze besetzt!

 

 

 

Halloween-Wochenende

Samstag, 30. Oktober, - Sonntag, 31. Oktober

Ganz ehrlich? - Ich hätte gedacht an Halloween ist hier jedes Haus geschmückt. So war es aber überhaupt nicht, nur die wenigsten Häuser waren hier in Halloweenstimmung. Also hab ich dann schon darüber nachgedacht, wie es denn wohl an Halloween wird. Schließlich wurde uns erzählt, dass man in unserer Nachbarschaft nur noch zu Fuß vorankommt, weil alles zugeparkt ist.
In der Woche zuvor besorgte ich mir ein Kostüm und machte mir mit einer Freundin aus, dass ich mit ihr und ihrer Familie zu den Häusern gehe und "Trick or Treat" haben werde.
Natürlich waren die Geschäfte aber in der richtigen Stimmung und wir haben hier auch einen großen Laden nur für Halloween - dort gibt es wirklich alles!
Am Freitag im Spanischunterricht öffnete ein Mädchen die Tür und kam mit einem Hund herein. Ihr folgten weitere, ca. 10 Personen jeweils immer mit Hund. Ich wusste am Anfang nicht richtig, was das soll. Dann bemerkte ich, dass alle Hunde irgendwie ein bisschen beschmückt waren für Halloween! (Anscheinend haben wir hier auch eine Klasse, die sich um Hunde kümmert - das wusste ich zuvor noch nicht!)
Am Sonntag hatten wir dann von um 13-15 Uhr eine Geburtstagparty. Mein Gastpapa wurde am Donnerstag 45 Jahre. Das musste ein bisschen gefeiert werden. Freunde kamen vorbei und es gab leckere Schokoladentorte.
Um 18 Uhr ging ich dann mit SooMin zu einer Halloween Party von einer ihrer Freundinnen. Ich kannte zwar am Anfang niemanden dort, aber das änderte sich dann später! Wir spielten ein Kartenspiel und Rockband. Wir hatten eine Menge Spaß und wurden dann später von meinem Gastpapa abgeholt.
Am Sonntag hatten wir dann von um 13-15 Uhr eine Geburtstagparty. Mein Gastpapa wurde am Donnerstag 45 Jahre. Das musste ein bisschen gefeiert werden. Freunde kamen vorbei und es gab leckere Schokoladentorte. Danach ging es für mich zur Probe vom Musical. Als ich heimkam, sah ich schon die ersten Kinder in ihren Verkleidungen.
Als ich nach Hause kam, war meine Gastschwester schon mit ihren Freunden losgegangen „Trick or Treat“. Ich zog schnell mein Kostüm an und wurde dann von einer Freundin und ihrer Familie abgeholt. Als ich aus dem Haus ging, vielen mir fast die Augen raus! Da waren Menschenmassen! Es waren einfach so viele Leute hier.. Und alle wollten Süßigkeiten! =)
Wir fuhren in eine andere Wohngegend und gingen fleißig um die Häuser! Später wurde ich dann von da von einer anderen Freundin abgeholt um zu einer Austauschschhülerin aus Südkorea zu fahren. Am Ende des Abends war mein Eimer voll mit Süßigkeiten!

 

 

 

Austauschschüler Abend

Samstag, 23. Oktober

Um 17 Uhr wurden wir von einer anderen Austauschschülerin abgeholt, denn Emily (aus Deutschland) und Mille ( aus Dänemark) machten einen Abend für alle Austauschschüler aus unserer Schule.

Als wir das Haus endlich gefunden hatten, sahen wir, dass schon viele da waren. Schüler, aus der ganzen Welt, kamen zu dem Abend =)
Diese Nationen waren vertreten: Südkorea, Jordan, Mazedonien, Thailand, Dänemark, USA und Deutschland. Man konnte die anderen Schüler noch besser kennenlernen und das Essen war auch richtig lecker (ich sag da mal nur Cookies und Brownies =P).

Wir lernten auch ein Südkoreanisches Spiel und ein amerikanisches.

Der Abend war also richtig toll :)

 

 

 

Key Club

Ich bin ein Mitglied im Key Club. Im Gegensatz zu Deutschland müssen die Amerikaner eine gewisse Anzahl von sozialen Stunden geleistet haben, um ihren Abschluss zu absolvieren. Deshalb gibt es in der Schule zahlreiche Clubs, die Freiwilligenarbeit leisten, so auch der Key Club! Und in diesem bin ich drin, denn die Leiterin ist auch meine Französischlehrerin.

Bis zum Dezember muss jedes Mitglied im Key Club 15 soziale Stunden geleistet haben, um diese zu erreichen, gibt es viele Events, an denen man teilnehmen kann.

So auch am Freitag, dem 22. Oktober 2010. Ich hattte mich für dieses Event angemeldet, es war ein Herbstfestival in einer Grundschule. Nach der Schule fuhr ich mit 3 anderen Mädels zu der Grundschule, die ungefähr 10 Minuten mit dem Auto von unserer Schule entfernt war. Dort mussten wir Kisten zu den jeweiligen Posten tragen, die Getränke kühllagern und ab 5 Uhr  hatten immer 2 oder 3 Schüler von uns einen Posten, wo die Kinder hinkommen konnten, um sich durch ein Spiel Süßigkeiten zu verdienen. Es kamen auch richig viele Leute, und neben den Spielen gab es natürlich auch amerikanisch typisches Essen!

Die Leiter der Grundschule waren wirklich nett und wir als freiwillige Helfer bekamen sogar umsonst etwas zu essen.

Ich muss sagen, es hat richtig Spaß gemacht und ich hab viele neue Leute kennengelernt! Meine Gastmom war als Krankenschwester bei dem Festival beteiligt.

Am Samstag, dem 23. Oktober 2010, nahm ich dann am Vormittag mit einigen anderen Schülern aus dem Club an einem Marsch gegen Drogen und Gewalt teil. Das Motto war: "Berry smart, don't start!". Viele anderen Schulen nahmen an dem Event teil. Nach 2 Runden um den Sportplatz und einer Rede von der Leiterin des Projektes, bauten wir unseren Stand auf. Mit 2 anderen Mädels machten wir mit den Kindern Perlenketten!

Wir hatten auch Zeit um herumzulaufen und zu gucken, was die anderen so haben. Wir bekamen also noch Ketten und Button. Als wir am Anfang beim dem Event ankamen, bekam jeder ein Ticket mit einer Nummer darauf. Man sagte uns, das 6 Nummern gezogen werden, und diese bekommen dann einen kleinen Preis. Da aber so viele Leute dort waren, glaubte man natürlich nicht daran, dass seine Nummer gezogen wird. Doch als ich mit meinen Freundinnen gerade an der Bühne war, wurden die Nummern genannt und meine war dabei! Ich bekam also einen Gutschein für Subway.. yeah!

Bei dem Halloween Festival am Abend konnte ich leider nicht dran teilnehmen, weil ich bei einem Austauschschüler Abend war.

Aber wenn man alles komplett zusammenrechnet, habe ich jetzt immerhin schon 35 soziale Stunden geleistet!

Mein Südkoreanisches Wochenende =)

15.-17. Oktober

An diesem Wochenende uebernachten SooMin und ich bei einer anderen Gastfamilie, die ein Maedchen aus Suedkorea haben. Unsere Gasteltern sind ich South Carolina, weil sie Hochzeitstag haben und da sie schon Freitag frueh gestartet sind und erst Montag abend wiederkommen, sind wir in einer anderen Familie in der Zeit, weil wir ja zur Schule gehen muessen.

Freitag abend fuhren wir also zu einem Autokino. Wir haben das zwar auch in Deutschland, aber fuer mich war es das erste Mal.

Wir hatten Pizza, Cola und Popcorn (war hier jedoch salzig und nicht suess ist).

Der Film war sehr lustig und wir sassen in Stuehlen draussen und nicht die ganze Zeit im Auto.

Aber es kann hier in der Nacht auch kaelter werden und letztendlich waren wir dann alle im Auto. Nach dem Film fuhren wir nach Hause und ich lernte ein bisschen koreanisch =D

Samstag hatten wir dann ein typisch amerikanisches Frühstück. Danach ging es gestärkt für So Yeong und mich zur Probe von unserem Musical. Eine Frau nahm die Maße von uns, damit sie unsere Kostüme machen können, diese werden ganz in grün sein und wir können sie selber mit gelb oder gold dekorieren.

Um 4 wurden wir dann in der Schule abgeholt und wir fuhren nach Tampa, um in einem Südkoreanischen Restaurant zu essen. Es war das erste Mal, dass ich mit Stäbchen den gesamten Teller aufgegessen hab! SooMin und So Yeong hatten richtig typische Gerichte. Ich kann dazu nur eins sagen: SCHARF!

Ich hab es lieber nicht gekostet, das hatten wir nämlich schon einmal =D

Von da ging es dann nach Hause und wir badeten in dem Pool und brachten SooMin das Schwimmen bei :)

Sonntag wurde dann das Haus passend für Halloween geschmückt =)

Später ging es zu einem Geburtstag von einer Freundin und außerdem noch Probe für das Musical. Also wechselten wir von einem zum anderen Ort.

Der Kuchen bei der Geburtstagsparty war einfach unbeschreiblich - die Amerikaner machen die ausgefallensten Kuchen!

 

 

 

Was gibt es neues beim Musical?

Nur noch einen Monat bis zu unseren Auftritten - das ist wirklich nicht viel und wir haben noch so viel bis dahin zu tun!

Wir haben jetzt jeden Tag dafuer Probe - 7 Tage in der Woche. Das ist manchmal echt hart, weil es findet ja immer nach der Schule statt. Aber wenn wir dann unsere Auftritte im November haben, werden wir gluecklich sein und die Anstrengung wird vergessen sein.

Und in den Proben lernt man immer neue Leute kennen, weil wir sind eine Gruppe und wir verbringen jeden Tag zusammen. Eigentlich ist es gut, weil ich seh meine Freunde und bin nicht alleine zu Hause, aber manchmal ist es natuerlich auch echt anstrengend!

Wir haben auch unsere T-shirts, mit dem Logo auf der Vorderseite, bekommen. Die T-shirts sind zwar zu gross aber sehen richtig gut aus =D

Und so haben wir alle das T-shirt am Donnerstag in die Schule angezogen.. aber natuerlich hatten es auch manche vergessen :)

Und wir am Dienstag hatten wir unser Spaghetti-Dinner. Das Geld fliesst in unser Musical. Viele Leute kamen und wir performten fuer sie. Meine gesamte Gastfamilie war da um mich zu sehen. Wir performten "Merry Old Land of Oz", das mit bekannteste Lied aus dem Musical.

Ich denke, das Musical wird grossartig, aber fuer jetzt heisst es ersteinmal: weiter ueben!

 

 

 

 

Homecoming Dance

Samstag, 09. Oktober

Wir bereiteten uns den ganzen Tag auf den Abend vor. Es war Homecoming und wir als Austauschschueler werden das nur einmal im Leben haben =D

Meine Gasteltern planten eni Spagetti-Dinner in unserem Haus. Wir wussten also, dass die anderen (Freunde und Austauschschueler) um 17 Uhr bei uns eintreffen werden. Wir halfen uns gegenseitig mit den Haaren =D

Aber natuerlich waren wir noch nicht fertig, als alle eintrafen!

Doch wir mussten eigentlich nur noch unsere Kleider anziehen und fertig waren wir :)

Danach wurden viele Fotos im Garten von meiner Gastfamilie gemacht.

Mein Gastdad kochte ein wundervolles Abendessen und danach kam unser Partybus an (unsere Limosine hatte einen technischen Defekt).

Wir konnten also schon auf dem Weg im Partybus tanzen :)

Ich denke, alle genossen den Abend, man hatte Spass mit seinen Freunden und der Homecoming King wurde gekuert (leider nicht mein Favorit).

Wir kamen also ziemlich erschoepft vom vielen Tanzen um 23 Uhr zu Hause an. Einige sollten bei uns uebernachten, also wie man sich vorstellen kann, sind wir erst sehr spaet eingeschlafen =D

 

 

 

Homecoming Game =D

Freitag, 8. Oktober

Am Abend hatten wir ein Heimspiel von unserer Footballmannschaft. Eine Freundin bemalte mir das komplette Gesicht: eine haelfte petrol und die andere orange - unsere Schulfarben.

We hatten eine Menge Spass bei dem Spiel und unsere Mannschaft gewann, wie vermutet, und das sogar mit 37 zu 0.

In der Halbzeit wurde die Homecoming-Koenigin gekuert. Sie wurden von ihren Vaetern in edlen Autos vorgefahren. Meine Favoritin gewann sogar und ist somit die Homecoming-Queen 2010. Der Homecoming-King sollte am darauffolgenden Tag gekuert werden.

Nach dem Spiel fuhr mich eine Freundin nach Hause und ich versuchte die gesamte Farbe aus meinem Gesicht zu waschen =(

 

 

 

Spirit Week

4. - 8. Oktober

Spirit Week ist die Woche bevor Homecoming. Bei Homecoming hat man am Freitag ein Football Spiel, bei dem man sich sicher ist, das man gewinnt und Samstag ist dann so was wie ein Ball oder Disco fuer die Schueler der Schule.

In der Spiritwoche hat man fuer jeden Tag ein Motto und wenn man will, kann man sich passend dazu anziehen und somit seinen Spirit zeigen.

Und ich finde, das sollte ein Austauschschueler mitmachen und so zog ich mich jeden Tag dem Motto entsprechend an =)

Das Thema fuer Montag war "Holiday-Day" (Ferien oder Feiertage). Ich beschloss als Valentinstag zu gehen und die Idee gefiel auch Freunden von mir, welche das dann auch machten. Ich naehte viele Herzen auf mein Kleid und hatte Herzen in den Haaren. Einige Schueler hatten richtig gute Ideen. Es gab Weihnachtsbaeume, Engel, St. Patrick Tage, Neujahrstage, Kuerbisse und viele andere.

Meine Gastschwester SooMin und zwei andere Suedkoreanische Austauschschuelerinnen zogen ihr traditionelles Gewand an, auch wenn sie es noch nie zuvor in Suedkorea getragen hatten.

Meine Gastmom verkleidete sich in rot-weiss-blau als Nationaltag.

Es war ein echt lustiger Tag und wir machten viele Bilder.

Dienstag war dann "Little Kid or old person" (kleines Kind oder alter Mensch). Es war natuerlich leichter sich als kleines Kind zu verkleiden. Einige machten sich jedoch die Muehe und verkleideten sich als Rentner mit greuen Haaren und einen  Stock zum gehen. Es gab auch Babies mit Windeln und Flasche. Sogar Lehrer zogen sich die ganze Woche dem Motto entsprechend an =)

Mittwoch war "Celebrity-Day" (Beruehmtheiten). Ich wusste bis zum Dienstag nachmittag nicht, was ich machen koennte. Ich hatte zwar einige Ideen, doch es wuerde nicht so sein, dass man mich dann erkennt und die Leute wissen, was ich  darstellen will. Aber dann brachte mich jemand auf die Idee als Minnie Mouse zu verkleiden. Also besorgte ich mir die richtigen Ohren und weisse Handschuhe, damit ich aussehe, wie Minnie. Einige in meiner Schule hatten sich wirklich das richtige Kostuem besorgt. Es gab auch sehr viele andere Disney-Figuren. SooMin hatte ein Schneewittchen-Kostuem. In der Schule waren aber auch Batman, Spiderman, Superman, Pussycat Dolls, Harry Potter Figuren und viele andere mehr..

Donnerstag hatten wir dann das Homecoming Thema: "When in Rome". Eine Freundin und ich, wir dachten uns, dass die meisten eine Toga tragen werden (was dann auch so war). Aus diesem Grund kauften wir uns ein goldenes Kleid und dann etwas goldenes fuer die Haare. Einige zogen sich an als roemische Krieger. Und ich dachte mir schon zuvor, dass manche sich anziehen werden, dass es aber nicht dem Motto entspricht. Viele wissen hier nicht so viel ueber Europa und die Geschichte. Ich hatte schon Fragen ob Italien in Rom liegt oder in Deutschland, ob Deutsche ihre eigene Sprache haben und vieles mehr.

Freitag war dann "class-color-day" (jede Jahrgangsstufe hat ihre eigene Farbe). An diesem Tag hatten wir wieder Pep-Ralley, da am Abend das Homecoming Spiel stattfand. Also war jede Schulstunde 10 Minuten kuerzer, damit wir eine Stunde in der Sporthalle unsere Pep-Ralley haben konnten - und mit "wir" meine ich 2.000 Schueler!

Es wurden die Kalendergirls gezeigt und eine Clubs. Ausserdem spielte unsere Marching Band.

Man konnte die ganze Woche ueber Schulspirit sehen!

 

 

 

Disney!

Samstag, 2. Oktober

Um sehr zeitig in Richtung Disneyworld in Tampa starten zu können, übernachteten SooMin und ich in dem Haus, wo So Yeong, eine andere Austauschschülerin aus Südkorea, wohnt. Ihr Gasteltern nahmen uns mit in einen von den vier Parks. Auf dem Programm stand also “Magic Kingdom”, der älteste von den Parks.
Um die vielen Eindrucke zu verarbeiten können, braucht man ein wenig Zeit. Schon alleine die Parkplätze für nur den einen Park waren gigantisch. Wir hatten als Glück, dass wir recht zeitig da waren. Wenn man sich nicht genau merkt, wo sein Auto steht, findet man das nicht so schnell wieder.
Von dem Parkplatz wurde man von einem Bus abgeholt und zum nächsten Halt gebracht. Da ging es dann mit dem Zug in Richtung Magic Kingdom. Auf dem Gelände gibt es auch Hotels zum übernachten. Und es war wirklich alles, komplett ALLES auf Disney ausgerichtet.
Wir hatten Glück, denn die Gasteltern von So Yeong sind Disney Fanatiker. Ihr Gastdad arbeitet dort und ihre Gastmom kennt sich bestens aus, sodass sie uns zu den wichtigsten Plätzen führten. Dazu gehörte: Toy Story, Mickey und Minnies Haus, ein Foto mir Mickey und Minnie, Rennfahren, Geisterbahn, Peter Pan, Schneewittchen und verschiedene Achterbahnen.
Es war einfach unbeschreiblich! Man kann dort wirklich ein paar Tage verbringen, um alles zu machen.
Nachdem wir noch ein Donald Duck Kuscheltier bekommen und uns die Parade angeschaut haben, ging es völlig müde, nach Hause.

 

 

 

Festival of Voices!

Freitag & Samstag, 24. & 25. September

Schon in den ersten Wochen wurde mir in meiner Musikklasse (und es gibt nur 25 Schüler an unserer Schule die das machen) von “Festival of Voices” erzählt. Dieses findet jährlich in Tampa statt und man singt dort in einem Chor mit 500 Schülern und außerdem professionellen Sängern.
Und so sind fünf Schüler und ich nach einem Frühstück bei McDonalds zu dem Festival gefahren. Das Festival fand auf einem Universitätsgelände in Tampa statt: “University of South Florida”. Dadurch sangen auch einige Studenten in unserem Chor mit.
Nach langem Suchen, welches das richtige Gebäude ist (denn diese Universität ist Stadt für sich, sie ist einfach riesig!), sahen wir dort auch schon einige andere Schüler, die in die gleiche Richtung gingen. Wir mussten erneut einige Unterlagen ausfüllen und bekamen unser T-shirt für das Konzert, was am Samstag stattfand.
Danach bekamen wir eine Einführung in das ganze Projekt: wir hatten nur Freitag und Samstag Vormittag Zeit um 6 Lieder einzustudieren mit diesem riesigen Chor. Am Anfang dachte ich, das wäre unmöglich. Die Lieder waren sehr klassisch und emotional.. Und lang!
Doch die Schüler hatten hier wirklich Disziplin. Einige sind sieben Stunden mit dem Bus gefahren, nur um hier dabei zu seien - da hab ich auch erstmal gestaunt (für uns waren es nur 45 Minuten).
Nach reichlichem Einstudieren, besichtigen des Geländes und mexikanischen Essen, ging es am Freitag, gegen 9 Uhr, vollkommen erschöpft zurück nach Plant City.
Samstag war dann zeitiges aufstehen angesagt, denn es saßen noch nicht alle Lieder und wir hatten auch nur den Vormittag zeit. Bis um 12 Uhr waren wir auf dem Universitätsgelände. Danach mal wieder mexikanisches Essen - wobei ich immer was neues ausprobiere!
Von dem mexikanischen Restaurant ging es in Richtung einer sehr großen Kirche in Tampa, schließlich waren wir über 500 Sänger. Alle trugen ein weißes T-shirt mit Aufschrift auf dem Rücken.
Wir hatten eine Stellprobe und um 16 Uhr war dann auch schon unser Konzert. Ich kann nur eines sagen: It was amazing!
Nicht nur, dass ich in der Zeit nette Leute kennengelernt hab, ich hatte auch ein Erlebnis, was ich so schnell nicht vergessen werde! Man war ein großer Chor, man half sich gegenseitig und musste zusammenarbeiten.
Meine Gastmom war auch da, um sich uns anzuhören.
Nach dem Konzert  ging es freudestrahlend nach Hause, denn alles hatte sehr gut geklappt.

 

 

 

Geburtstagswochenende

Samstag & Sonntag, 18. & 19. Oktober

An diesem Wochenende hatten wir zwei Geburtstagspartys -  eine Freundin und meine Gastschwester aus Südkorea.
Doch Samstag bin ich erstmal sehr zeitig aufgestanden, um Freiwilligenarbeit in einem Fitnessstudio zu leisten. Dort spiele ich mit Kindern. Nach 3 Stunden wurde ich von meinen Gasteltern abgeholt und in meine Highschool gefahren. Dort fand Scene Construction statt, was so viel bedeutet wie Kulissen bauen für “Wizard of Oz”. An diesem Tag gab es für uns Schüler noch nicht so viel zu machen. Nachdem wir Holz sortierten, gab es eine Mittagspause, wo ich mit zwei Freundinnen zu Subway gefahren bin. Danach wurden 4 riesige Holztafeln weiß bemalt. Es war wirklich heiß an diesem Tag und das bemalen musste draußen gemacht werden. Doch wir hatten viel Spaß dabei.
Um 5 wurde ich dann von meinen Gastschwestern und einem brasilianischen Austauschschüler abgeholt und wir fuhren zur ersten Geburtstagsparty an diesem Wochenende. Es ist eine Freundin von uns allen, die aber weiter weg wohnt.
Als wir bei ihr ankamen, waren schon ein paar Leute da.
Der Abend war echt lustig und neben singen, tanzen und lachen, gab es natürlich auch amerikanisches Essen: Hot Dog und Hamburger.
Wir spielten außerdem Verstecke, aber in Gruppen und ich war mit meinen zwei richtig gut =)
Später wurde noch der riesige Kuchen angeschnitten.
Alles in allem: es war ein lustiger und spaßiger Abend mit vielen Freunden =)

Meine Gastschwester aus Südkorea hatte eigentlich am Samstag Geburtstag. Da war jedoch Stefanies Party. Deshalb feierten wir ihren Geburtstag am Sonntag. Es kamen viele Austauschschüler und außerdem noch ihre Freunde aus der Marching Band.
Und danach spielten wir Kickball, was sehr viel Spaß gemacht hat und meine Gruppe hatte gewonnen =)
Nachdem Pizza gegessen wurde, packte meine Gastschwester freudestrahlend ihre Geschenke aus.

 

 

 

Schulaltag kehrt ein & Wizard of Oz

Donnerstag, 09. September

So langsam gewöhnt man sich an alles. Ich finde meine Räume ohne Probleme, ich kenne meine Lehrer und einige Schüler in meinen Klassen. Nachdem ich in ein einfaches Englisch gewechselt habe, gibt es auch nirgendwo mehr Probleme, dass ich etwas nicht verstehe. Viele Leute interessieren sich dafür woher ich komme und stellen mir viele fragen, wobei ich dann meistens erstmal sagen muss: “Please a little bit slower, it’s hard for me to understand new people =)”.
Was die meisten dann auch machen ;)
Und so kann ich in der 2000-Schüler-Schule auch einigen ein “Hey” zurufen.
Ich ging auch zum Vorsingen für “Wizard of Oz” (Hexen von Oz), allerdings ist es nicht wichtig welche Rolle man bekommt, es ist wichtig, dass man dabei ist und Spaß hat. Ingesamt sind wir um die 150 Schüler. Die Schule gibt für das Musical 28.000$ aus. Da hab ich ziemlich gestaunt, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Es ist ein sehr großes Projekt. Die Leute in den Hauptrollen werden fliegen, wir haben eine Technik-Crew aus Schülern und werden 7 Mal auftreten - und das schon im November. Wir haben nur 2 Monate für dieses riesige Projekt Zeit. In den Übungsstunden lernt man viele neue und sehr nette Leute kennen =D

 

 

 

Labor Day

Montag, 06. September

Als erstes gab es ein sehr leckeres Frühstück: Bagels, Bacon und verschiedene Melonensorten. Danach kamen ein chinesischer und ein deutscher (Christoph) Austauschschüler mit ihren Gasteltern vorbei, weil Christoph erst Samstag Abend in Tampa landete. Nach dem Mittag ging es dann in das YMCA (Fitnesstudio), wobei das, was wir machen wollten, geschlossen hatte, deshalb warteten wir dann bis meine Gastmom fertig mit ihrem Workout war.
Danach fuhren wir noch in die Stadt um Eis zu essen und später ging es noch ins Kino zum Film “Going to distance” (in Deutschland heißt er: “Verrückt nach dir”).
Das Dinner hatten wir dann in Franky und Kyle’s Haus. Es gab Hamburger, HotDogs, Pommes und etwas gebackenes (wobei ich nicht den Namen weiß).
Nachdem wir zu Hause ankamen, wurde Rafael auch schon von seiner neuen Familie abgeholt.

 

 

 

Brazilianisches Feeling =)

Sonntag, 05. September

Den ganzen Tag hatten SooMin und ich nicht wirklich viel zu tun, da wir allein zu Hause waren. Wir unternahmen dann am Nachmittag noch etwas mit Stefanie, das heißt wir gingen etwas essen und spielten dann Rockband.. Yeah!
Später dann zu Hause angekommen backten SooMin und ich noch Brownies, wir versuchten es zumindest. Sie haben geschmeckt, aber sahen nicht wirklich wie richtige brownies aus.
Am Samstag Abend kam dann ein brazilianischer Austauschschüler, Rafael, zu uns in die Familie. Er ist mit einem deutschen und einer südkoreanischen Austauschschülerin einer der letzten die ankommen.
Sonntag ging es dann in die Kirche, die bei ihm zu Hause in Brasilien nicht so unterschiedlich zu den USA ist, als bei uns. Wir mussten die Kirche eher verlassen, da Kiersta ein Fußballspiel in Disney, Orlando hatte. Dieses Gebiet gehört mit zu Disney World, es ist aber alles auf Sport ausgelegt und man kann dort wirklich alle möglichen Sportarten machen.
Da sie leider verloren, gab es zum Trost ein leckeres Abendessen bei “Il Forno” (Italiener).
Abends spielten Rafael, Kyle und Franky noch auf der Gitarre und am Klavier. Es wurde gelacht, gesungen und wir hatten sehr viel Spaß.
Als dann Kyle und Frankie nach Hause fuhren, brachten wir uns gegenseitig noch Tänze und Wörter in den jeweils anderen Sprachen bei. Das war definitiv der lustigste Teil des Abends. Und jetzt können die hier auch Annemarie und das Fliegerlied ;)

 

 

 

Pep Ralley & mein erstes Footballgame

Freitag, 03. September

Schon im vorhinein hatten wir uns Sachen entsprechend des Jahrgangs gekauft (Freshman: weiß; Sophomore = schwarz; Junior (was ich ja bin) theal und Senior: organge) um sie dann am Freitag den, 03. September in die Schule anzuziehen. Und es hatten auch wirklich die meisten die entsprechenden Farben an. Jede Schulstunde war dann 5min kürzer als normal damit man eine Stunde für die Pep Ralley Zeit hatte. Und so strömten dann alle nach der 7. Stunde in die Sporthalle, wo schon die Tribünen aufgebaut wurden, die Marching Band spielte und Cheerleader zu sehen waren. Je nach Jahrgangsstufe wurden wir auf die Tribünen verteilt. Und in dieser einen Stunde hat man den School Spirit hier in den USA wirklich gespürt. Jeder Football Spieler wurde aufgerufen und kam dann einzeln heraus, die Cheerleader hatten zum ersten Mal in diesem Schuljahr ihren Auftritt und es fanden Wettkämpfe zwischen den Jahrgangsstufen statt. Die Schüler feuerten ihre Mitschüler an und riefen laut.
Nach der einen Stunde konnten wir nach Hause gehen und uns auf das erste Heimspiel in diesem Schuljahr freuen. Um 6 Uhr fuhren Kiersta und ich dann zu zwei Freundinnen um uns für das Spiel vorzubereiten (was in diesem Fall hieß: Bodypainting). Stefani bemalte meine Beine komplett an und mit Sprüchen darauf, konnte es dann zum Football Feld gehen, wo schon einige waren. Die Band saß auch schon da und bereitete sich auf ihren Auftritt vor. Mittlerweile kenn ich schon viele Leute und wir hatten eine Menge Spaß bei dem Spiel. So was kann man nicht beschreiben, man muss es erleben!
Und letztendlich haben wir auch gewonnen und das anfeuern und bodypainting hatte sich gelohnt =)

 

 

 

Fußball zugucken

Sonntag, 29. September

Wir sind viel zu zeitig aufgestanden (was wir dann im nachhinein gemerkt haben), hatten dafür aber wiedermal ein richtig typisch amerikanisches Frühstück und konnten gesättigt in Richtung Cape Coral (was im Süden von Florida ist) fahren. Wir nutzten die 2,5 Stunden Autofahrt um den Schlaf nachzuholen. Als ich die Augen beim fahren aufmachte, dachte ich, ich würde Träumen: ich sah das Meer! .. Einfach wunderschön =)
Kurz darauf sind wir auch schon am Fußballfeld angekommen und brachten alles (Klappstühle, Sonnenschirme, Kühltruhe mit zu Trinken und Essen) hinaus um in Ruhe das Spiel anzuschauen. Kiersta spielte mit ihrer Fußballmannschaft (Tampa Fusion). Sie hatten an diesem Tag zwei Spiele. Nach dem ersten (was sie gewonnen hatten) wurde dann Mittag gegessen. Hier ist es sehr wichtig, dass man zusammen am Wochenende was unternimmt, deshalb saßen wir eigentlich die ganze Zeit da und haben zugeschaut.
Nach dem zweiten Spiel (was sie verloren haben) machten wir uns auf den Heimweg. Es war mittlerweile schon um 6 und wir holten uns Eis und ChickenMcNuggets. Das Dinner wurde also im Auto gegessen.
Den Rest der Fahrt schliefen wir, als ich aufwachte war ich krank, meine Stimme war weg. Das hatte ich schon befürchtet, denn die Klimaanlage war die ganze Zeit an.

 

 

 

Shopping

Samstag, 28. August

Nachdem wir sehr spät aufgestanden sind, fuhren wir zum Brandoncenter (20min von hier). Ein riesiges Einkaufszentrum. Als erstes wurde erstmal gegessen, schließlich gab es dort alles mögliche. Meine Familie traf dort viele Leute, da es ein Einkaufscenter ist, wo alle hingehen. Und dann ging es los mit shoppen =)
Meine Gastmom und Kiersta zeigten uns die Läden, in die sie auch gehen. Da hier alles günstiger ist, schlägt man dann doch eher zu =D
Und so hatte ich schon in kürzester Zeit viele, voll gefüllte Taschen. Natürlich wurden auch Bilder gemacht. Und in dem Einkaufscenter kann man nicht nur shoppen und essen, man kann auch Karrussel fahren =)
Nachdem wir den größten Teil hatten und es schon langsam Abend war, trafen wir uns in dem Center mit zwei Freundinnen, zusammen mit ihnen suchten wir nach Kleidungsstücken in teal, die Farbe müssen wir nämlich am Freitag zur Pep Ralley tragen. Nach kurzem Suchen, hatten wir auch schon was passendes und konnten nach einer langen Shoppingtour nach Hause fahren.
Zuhause angekommen mussten die Sachen natürlich noch mal gegenseitig gezeigt werden =)

 

 

 

Erstes Treffen mit den Austauschschülern

Sonntag, 22. August

Bevor wir zur Kirche fuhren holten wir noch einen anderen Austauschschüler (aus China) ab.
In der Kirche hatte Kiersta einen Auftritt, sie war davor sehr aufgeregt, aber es lief alles perfekt.
In der Kirche war eine richtig gute Band, die spielte =)
Zu Hause bereiteten wir dann alles vor für die Barbecue Party. Es kamen 3 Chinesen/innen, 3 Südkoreaner/innen, und alle mit ihren Familien. Im September kommt noch ein Junge aus Brazilien und einer aus Deutschland.
Außerdem waren noch Kyle, Frankie, Chris und ein Kumpel von ihm da.
Es gab Hamburger, Hot Dogs, Salate und BROWNIES!
Als die meisten schon weg waren, gingen wir in die Garage, wo meine Brüder mit ihrem Freunden Schlagzeug und E-Gitarre spielten.
Und dann fing es an zu regnen. SooMin und ich, wir wussten was jetzt gemacht wird, denn Kyle und Frankie hatten uns schon erzählt, dass sie das unbedingt mit uns machen müssen: Surfen aber auf den Pfützen (dazu gibt es auch Bilder).
Danach spielten wir noch Basketball und aßen BROWNIES!

 

 

 

Autounfall =(

Donnerstag, 19. August

Um 1 Uhr bekam sie dann den Anruf, dass Joe einen Autounfall hatte.
Um 2 Uhr, dass er im Krankenhaus ist. Deshalb besuchten wir ihn dort auch gleich, denn wir wollten wissen, wie es ihm geht.
Und so war ich auch schon das erste Mal in einem amerikanischen Krankenhaus. Wir warteten noch bis Kyle kommt, um mit ihm zusammen reinzugehen.
Eine junge Frau hatte Joe mit ihrem Auto voll in die Fahrerseite gerammt (mit erhöhter Geschwindigkeit). Joe hatte Glück, dass er so ein riesiges Auto hat (es ist wirklich RIESIG). Alle Airbags (sogar vom Beifahrersitz) sind rausgesprungen und Joe musste beim Beifahrer rauskommen, denn seine Seite ist komplett verbeult gewesen (wir haben auch Bilder gesehen).
Vom Krankenhaus sind wir in die Schule gefahren. Dort war so etwas wie “Tag der offenen Tür”, wo die Schüler gucken konnten, wo sie unterricht haben und bei wem.
Wir lernten eine Menge Schüler kennen (ich glaub, ich weiß von keinem mehr den Namen =D).
Dann ging es zu einer Familie, die uns zum Dinner eingeladen hatte. Tammy sagte uns schon, dass das Haus von ihnen riesig ist und es war wirklich eine Villa. Es gab wundervolle Brownies (“I love them”) und irgendwann sind wir dann nach Hause gefahren.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit Kyle und seinem Kumpel Frankie =)

 

 

 

Kickball!

Mittwoch, 18. August

In der Kirche merkt man, man ist willkommen. Nachdem zwei Lieder mit der Band gesungen wurden gingen wir raus und wurden per Abzählen in zwei Gruppen eingeteilt (wir stellten uns so, dass wir alle vier: Kiersta, Steph, SooMin und ich in eine Gruppe kommen).
Es hat sehr viel Spaß gemacht, man kann das Spiel vergleichen mit Brennball in Deutschland.. Nur besser!
Der Ball wird weggekickt und man muss über eine Plane mit Wasser und Seife laufen bis zum nächsten Punkt. Dabei muss man aufpassen dass man nicht den Ball abbekommt, denn dann muss man wieder zurück und von vorne anfangen. Und um an einen Punkt zu kommen, muss man auf den Boden rutschen (so ist man schneller).
Danach fuhren wir zur anderen Kirche, wo Kiersta noch mal mit den anderen für den Auftritt am Sonntag übte und dann ging es auch schon nach Hause.

 

 

 

Treffen mit meiner Local Coordinatorin

Dienstag, 17. August

Heute waren wir in drei riesigen Supermärkten (also davon haben sie hier genug). Danach fuhren wir in Old Town Plant City (wir würden es nicht Altstadt nennen, denn die Gebäude sind nicht wirklich alt) und gingen in ein Restaurant, wo Joe zu Mittag mit seinen Kollegen aß. Irgendwann kam Mary (unsere Local Coordinatorin) und übergab uns eine Tasche mit vielen Dingen, die wir in der Schule gebrauchen können =)
Sie erzählte mir, wenn ich >100 soziale Stunden leiste, dann bekomme ich einen Brief unterschrieben von OBAMA =P (und natürlich werde ich das schaffen =P)
Zu Hause angekommen schauten wir einen Film mit Kiersta’s Freundin Stephanie und spielten danach noch “Mensch ärgere dich nicht”

 

 

 

Fächer wählen

Montag, 16. August

Wir gingen in die Schule um die Fächer zu wählen. Es ist eine große Schule mit 2000 Schülern. Die Mensa befindet sich in der Mitte und von ihr gehen Gänge aus in alle Richtungen wo sich dann die Klassenräume befinden.

Draußen sah man schon das Football Feld und dann gingen wir in die Klinik (wir würden es nicht als Klinik bezeichnen, es ist eine Art sehr großer Wohnwagen, oder kleines Bungalow, wo es ein paar kleine Räume für Untersuchungen gibt). Dort war Tammy in ihrer blauen Krankenschwesterkleidung.
Nach einer Stunde gingen wir in das Schulgebäude (was nicht gerade klein ist) und trafen auch gleich auf ein paar Lehrer. Wir gingen zu Kiersta’s Lieblingslehrerin und da waren auch ein paar andere Leute. Alle begrüßten uns und fragten meist, woher aus Deutschland ich komme.
Wir suchten den Guidance Consellor auf, um die Sache mit dem Stundenplan zu regeln. Ich weiß gar nicht mehr genau, was die Sekretärin dort alles ankreuzte, aber es war eine Menge, also mal sehen, was ich alles für Stunden haben werde =)
Nachdem alles geklärt war (was eine ganze Weile dauerte, weil wir von Office zu Office gingen und jedem vorgestellt wurden), ging es nach Hause.

 

 

 

Sonntag ist Kirche!

Samstag, 15. August

Am Sonntag ging es in die Kirche.

Davor wurde das Frühstück von Joe gemacht und war typisch amerikanisch: Rührei, gebratener Schinken, Tomaten, Weißbrot (was jedoch sehr lecker schmeckte^^) und Marmelade.
Und dann fuhren SooMin und ich mit Kiersta (die schon ihr eigenes Auto hat, was noch nicht einmal klein ist) in die Kirche.
Dort wurden wir schon von vielen herzlich begrüßt. Der Gottesdienst war anders als in Deutschland. Denn hier gab es statt einer Orgel, eine Live Band (die hauptsächlich aus älteren Menschen (>50) bestand). Ich muss sagen, sie waren wirklich gut, ich würde keinen unterschied merken, wenn man auf Rüstzeit hier in Deutschland ist. Und damit kann man es am ehesten vergleichen (also auch ähnlich wir Junge Gemeinde).

In dem Gottesdienst wurden wir von Tammy der ganzen Gemeinde vorgestellt, denn sie sucht noch Gastfamilien für einige Austauschschüler.
Von dort ging es dann wieder mit Kiersta zur nächsten Kirche. Sie probte dort mit anderen Jugendlichen für eine Aufführung in der Kirche - SooMin und ich schauten zu =)
Nach der Probe fuhren wir nach Hause, und überlegten, wo wir essen gehen könnten. Letztendlich wurde es etwas ähnliches wie McDonalds.
Dort verspeisten wir ChickenNuggets und Pommes und fuhren dann gesättigt wieder zurück zum Haus, wo wir amerikanisches Fernsehen schauten =)
Um 5 Uhr ging es dann in eine weitere dritte Kirche, wo wir einen Austauschschüler aus China kennenlernten. Von dort fuhren wir wieder mit Kiersta in eine Kirche vom Vormittag, wo die Probe stattfand, denn schließlich musste weitergeprobt werden =)
Da es so lange dauerte, kamen wir zu spät zum Family Meeting. Denn Joe hatte gekocht.
Später fuhren wir noch in die Stadt um Eiscreme zu essen =)
Und dann stellte ein Freund von Kyle fest, dass ich ja größer bin, als alle anderen aus der Familie, sogar als mein Gastdad =)

 

 

 

Arriving in Tampa, Florida

Samstag, 14. August

Am Samstag, den 14. August 2010, wurden ich und ein paar andere, deren Flug auch eher ging, als von den anderen, abgeholt und zum Flughafen gebracht. Von da an ging meine Reise los, denn jetzt musste ich alles alleine machen, weil niemand anderes seine Gastfamilie in Florida hat, musste ich demzufolge auch alleine fliegen.

Nachdem ich meine Boardingcard bekommen und das Gepäck abgegeben hatte, musste ich nur noch durch die Sicherheitskontrolle und dann mit der Metro zu den Gates C fahren.
Irgendwann hatte ich dann auch mein Gate (C8) im großen Flughafen gefunden.
Nun war warten angesagt, die Zeit vertrieb ich mir mit Sudoku und dem angespannten Verfolgen des Bildschirmes. Es wurden auch ständig Leute aufgerufen, bei denen die Boardingcard nicht stimmte (zum Glück war ich nicht darunter).
Irgendwann war dann auch Running Time und wir konnten in das Flugzeug einsteigen. In den gut 2,5 Stunden hab ich hauptsächlich geschlafen (musste ja den Schlaf von frühs nachholen). Als ich dann im Aiport von Tampa ankam musste ich nur noch den richtigen Weg zu den Gepäckstücken finden, dabei wäre ich fast an meiner Gastmom und SooMin vorbeigelaufen. Diese warteten schon mit einem Schild auf mich =)

Bei der Gepäckausgabe wurden noch Bilder gemacht und dann begrüßte mich noch mein Gastdad, der draußen mit dem Auto auf uns wartete. Die Hitze hat mich fast erschlagen, es war einfach total warm (dazu noch dunkle Sachen an).
Und dann ging es zum Soccer Training von meiner Gastschwester Kiersta. Wir schauten im Auto zu (wie gesagt, draußen war es so warm, dass man lieber in dem Auto mit Klimaanlage gefroren hat).
Nachdem ihr Training beendet war, ging es zum Hot Dog Restaurant. Und wie es sich gehörte, nahm ich natürlich einen Hot Dog :P dazu noch Pommes und eine riesen Coke.
Anschließend ging es nach Plant City, wo wir direkt zum YMCA (Fitnessstudio mit Pool) gefahren sind. Vielleicht machen wir dort unser Communitive Project als Kinderbetreuer =)
Tammy zeigte uns alles (damit wir auch ja nicht fett werden in der Zeit :D )
Und dann ging es auch schon in mein neues zu Hause =)
Und ich war überwältigt, wie großzügig das Haus geschnitten war. SooMin und ich haben zusammen unser eigenes Bad :D
Jetzt war Koffer auspacken angesagt :P
Und dann waren wir im Zimmer von Kiersta und haben ein bisschen gequatscht =)
Später hab ich dann noch meine Gastgeschenke verteilt. Am Abend sind wir dann in ein italienisches Restaurant mit Freunden von Tammy und Joe gegangen und das Essen war richtig lecker =)

Danach ging es kurzfristig ins Kino zu “Salt” mit einer Freundin von Kiersta (Mein erster Film in Florida).

 

 

 

Hello Washington DC

12. und 13. August

Mit ein bisschen Verspätung bin ich gestern gegen 16 Uhr (in Dtl. 22 Uhr) in Washington DC angekommen. Trotz holprigen Flug ging es uns allen gut und die Zeit verging sehr schnell, durch Gespräche und Schlafen =)

Nachdem wir mit dem Sicherheitscheck (Fingerabdruecke machen und Auge scannen) fertig waren, mussten nur noch die Koffer geholt werden.

Vor dem Flughafen warteten wir dann in der Hitze auf die Busse, die uns abholen sollten und dann ging es auch schon zum Hilton Hotel in Washington DC.

Im Hotel angekommen wurden wir von den Mitarbeitern von CIEE begrüßt und bekamen Unterlagen, ein T-Shirt für den Weiterflug und die Schlüssel für die wahnsinnig tollen Zimmer =)

Nach dem Abendessen war dann noch Programm von CIEE, in dem sie sich vorstellten und wir in Kleingruppen uns besser kennen lernten.

 

Am Freitag gab es dann typisch amerikanisches Frühstück: Pancakes mit Ahornsirup (das war schonmal lecker).

Und danach ging es auch schon in Richtung Washington DC.

In der Stadt hatten wir einen Termin beim Department of State, wo wir begrüßt wurden und fragen stellen konnten.

Anschließend fand Sightseeing statt. Wir waren beim Weißen Haus, beim Jeffferson Memorial und auch im National Museum of American History (wir hatten aber nur 20min für das gesamt Gebäude, was wirklich riesig ist!).

Abendessen hatten wir in Old Town Alexandria, danach war Freizeit angesagt. Ich ging mit ein paar anderen Mädels an das Meer und wir vertrieben uns die Zeit =)

Auf dem Weg zum Bus sahen wir noch einen Mann der mit Gläsern musizierte und einen Männerchor (der richtig gut war).

Wir setzten uns an die Springbrunnen, lauschten ihrer Musik und warteten bis uns der Bus abholte.

Am Abend hatten wir noch ein Gespräch mit CIEE wegen den Flügen usw.

 

 

 

Goodbye-Party

Natürlich ist klar: irgendwann muss man Abschied nehmen, aber ich denke, man realisiert das alles erst, wenn man sich in den USA eingelebt hat und seine Freunde nur noch ganz selten über Skype sieht.
Aber eine Abschiedsparty musste auf jeden Fall sein! =)
Also kamen gestern (05. August) alle Freunde zu mir. Das Wetter hätte zwar besser sein können, aber zum Glück hat es nicht geregnet.
Wir haben gegrillt, viel gegessen, gelacht und gebadet (nur die Harten kommen in den Pool :P)
Es war ein schöner Abschlussabend, der mit “amerikanischen Essen” schon mal die Zeit eingeläutet hat. Also gab es reichlich Sandwiches, Muffins, Popcorn und Marshmallows.
Und viele haben mit kleinen Zubereitungen mit dazu beigetragen und geholfen =) .. also danke noch mal.
Und dann kamen noch Abschiedsgeschenke, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Dazu gehörten amerikanische Süßigkeiten, einen Nemo-Leucht-Kugelschreiber, eine Windlicht, eine Zuckertüte für den neuen Schulstart, einen sehr nützlichen Netzwerkumwandler und einen selbstgebastelten Kalender von meinen besten, der wirklich wunderschön geworden ist (er wird auf jeden Fall mitgenommen und aufgehängt =) )
Außerdem haben alle auf meiner Deutschlandflagge unterschrieben =)
Am Lagerfeuer genoss ich dann mit meinen Freunden die Zeit.
Es war ein gelungener Abend und ich danke allen, die dazu beigetragen haben!
Nur beim Abschied nehmen, stiegen mir die Tränen in die Augen, doch ich weiß ja, dass ich nach den 10 Monaten alle wieder sehe und zum Glück sehe ich die meisten noch mal wieder, denn Mittwoche gehe ich zum letzten Mal in diesem Jahr in Deutschland Döner essen^^

 

 

 

Visum ist da!

Das Visum ist pünktlich gekommen und auf einem Zettel stand noch: “Have a nice Trip”.. > Den werde ich bestimmt haben :)
Ich freute mich, denn jetzt konnte es ja schon fast losgehen :P

 

 

 

Visum bekommen.. Und es war gar nicht mal so schlimm :)

Nach 2 ½ Stunden Fahrt waren wir endlich in Berlin.. Und da sahen wir auch schon hohe Zäune und wussten sofort: das ist das Konsulat. Außerdem stand eine lange Schlange mit hauptsächlich jungen Leuten davor.
Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, ging ich zu dieser langen Schlange und dann war warten angesagt.
Irgendwann war ich dann am eigentlichen Eingang vom Konsulat. Dort war erstmal Passkontrolle und dann, wie beim Flugzeug fliegen, ein Sicherheitscheck.
Wir 4 Mädels gingen dann wie beschrieben weiter in das Hauptgebäude und da dort Stühle waren, gingen wir davon aus, das wir uns hinsetzen mussten. Aber irgendwann kam dann ein Mann: “Also hier bekommt ihr kein Visum!”
Wir dachten uns alle: Na der Anfang ist ja super xD
Wir folgten dem Mann in einen Raum, wo ca. 80 Leute waren.. Und die wollten alle ein Visum.
Er forderte uns auf, abgetrennt voneinander, die Unterlagen nach den Vorschriften zu sortieren. Und als ich fertig war, fragte ich die andern, ob sie es auch seien und ging dann mit einem Mädel aus Sachsen zu einer weiteren langen Schlange. Es ist wirklich gut, wenn man jemanden zum reden hat, denn dann vergeht die Zeit viel schneller :)
Und so kam ich nach einer Weile warten zu einem Schalter, wo ich meine Unterlagen mit Reisepass abgab und dafür ein paar Prospekte zum lesen bekam. Jetzt musste ich nur noch einen freien Stuhl finden.
Zum Glück saß das Mädel, mit der ich schon gesprochen hatte, gleich in meiner Nähe, so dass wir weiter zusammen reden konnten :)
Da sie als AuPair in die Staaten reist, erfuhr ich auch Dinge darüber. Vielleicht sehen wir uns ja in Washington D.C., denn ihre Gastmutter ist in einem Orchester in D.C. und sie soll bei einem großen Auftritt am 13. August mitkommen, und genau da bin ich auch in D.C.
Wie uns der Mann schon vor dem Konsulat sagte, geht es nicht nach Reihenfolge, weder wie wir kommen, noch wie wir in dem Zeitplan eingetragen sind. So war ich froh, dass ich schon 1 ½ Stunden eher da war, denn dadurch konnte ich auch etwas eher gehen :)
Und so kam es auch das meine Gesprächspartnerin eher aufgerufen wurde als ich, und das obwohl ich alles zuvor eher gemacht hatte als sie.
Nach ihrem Gespräch kam sie noch kurz zu mir, um mir zu erzählen, wie es bei ihr war. Ich war erleichtert, denn es war nicht wirklich schwer :)
Jetzt musste ich alleine warten.. Und als ich das dachte, sah ich auch schon Jonas vom Vorbereitungsseminar, der gerade kam.
Nachdem ich kurz mit ihm gesprochen hatte, wurde ich auch schon aufgerufen.
Ich kam gleich mit einem lächeln zu dem Schalter und ich glaube, dass wirkte auch ;). Der Mann war echt nett und nachdem ich die Fingerabdrücke gegeben hatte, fragte er mich erst einmal, was ich am Arm gemacht hab xD (ich hatte mich am Tag zuvor mit dem Bügeleisen verbrannt, aber ich glaube, er wusste gar nicht, was ein Bügeleisen ist, denn man merkte ihm das englische noch sehr stark an). Dann kamen noch diese Fragen: “Hast du deine Gastfamilie schon? Wo kommst du denn hin? Hast du schon Sonnecreme eingepackt? Bist du mit deiner Familie schon in Kontakt?”
Das einzige, was er mich auf englisch gefragt hat war: “How is your englisch?” und das war ja jetzt nicht so schwer zu beantworten ;)
Und dann war ich auch schon fertig und konnte gehen.. Der Reisepass sollte in 5 Werktagen kommen :)
Ich erzählte noch kurz Jonas wie es war und ging dann zu meinem Dad.
Jetzt war der Weg für “Mein Jahr” so ziemlich frei..
Wir gingen noch zu Madame Tussaud und ich ließ mich extra mit Barack Obama fotografieren :P